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2016

Pressemitteilungen 2016

Hier finden Sie alle Pressemitteilungen des Jahres 2016 nach dem Veröffentlichungsdatum geordnet.

MITNETZ STROM-Studie: Kappung von Einspeisespitzen für Windenergie- und Photovoltaikanlagen führt zu weniger Netzausbau

Die Kappung von Einspeisespitzen (Spitzenkappung) für Windenergie- und Photovoltaikanlagen führt zu weniger Netzausbau und wirkt sich dämpfend auf die Netzentgelte aus. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der E-Bridge-Consulting GmbH, Bonn, im Auftrag des enviaM-Netzbetreibers MITNETZ STROM.

Die Spitzenkappung sollte allerdings nur dort eingesetzt werden, wo sie wirtschaftlich sinnvoll ist. Sinkenden Kosten für den Netzausbau stehen höhere Kosten der Netzbetreiber für die Betriebsführung gegenüber. Zu Buche schlägt vor allem die Entschädigung der Anlagenbetreiber für die abgeregelte Energie. Hinzu kommen der Mehraufwand für die Anbindung der Anlagen an das Telekommunikationsnetz und unternehmensinterne Prozesse.

Die Spitzenkappung rechnet sich vor allem in Netzgebieten, in denen sich Wind- und Solarenergie gemäßigt entwickeln. In Netzgebieten, in denen diese sehr schnell wachsen, wirkt sie sich dagegen kaum aus. Hier ist ein Netzausbau zwingend notwendig, so die Studie weiter.

Die Studie untersuchte die Anwendung der Spitzenkappung im Netzgebiet der MITNETZ STROM am Beispiel eines Mittelspannungsnetzes mit einem gemäßigten Ausbau und einem Hochspannungsnetz mit einem sehr schnellen Ausbau der Wind- und Solarenergie. Im Mittelspannungsnetz sanken die Kosten für den Netzausbau durch die Spitzenkappung von Windenergie- und Photovoltaikanlagen um bis zu 63 Prozent. Zieht man die Kosten für die Entschädigung der Anlagenbetreiber für die abgeregelte Energie und andere Aufwendungen ab, beliefen sich die Einsparungen auf rund 18 Prozent. Im Hochspannungsnetz hingegen waren keine Kostenersparnisse durch Spitzenkappung möglich. Ursache hierfür war der bestehende Nachholbedarf beim Netzausbau. Darüber hinaus machte sich die sehr große Einspeiseleistung der erneuerbaren Energien mit weiter steigender Tendenz bei gleichbleibender geringfügiger Last bemerkbar.

Das Bundeswirtschaftsministerium hat im Gesetzentwurf zur Weiterentwicklung des Strommarktes die Spitzenkappung von Windenergie- und Photovoltaikanlagen um bis zu 3 Prozent der Jahresenergie vorgesehen, welche die Netzbetreiber bei der Netzplanung anrechnen dürfen. Ziel ist es, unnötige Netzausbaukosten zu vermeiden und so die Netzentgelte zu senken. Das Gesetz soll voraussichtlich noch in diesem Jahr in Kraft treten. Bislang sind Netzbetreiber gezwungen, die Stromnetze so zu errichten, dass sie für die maximale Einspeiseleistung von Windenergie- und Photovoltaikanlagen ausgelegt sind. Diese wird witterungsbedingt jedoch nur an wenigen Stunden im Jahr erreicht.

„Aus Sicht der MITNETZ STROM sollte die Spitzenkappung vom Gesetzgeber umgesetzt werden. Sie ist ein weiteres Mittel, um den Netzausbau zu begrenzen. Unsere Untersuchungen zeigen, dass Einsparungen durch Spitzenkappung sowohl in Hochspannungs- als auch in Mittelspannungsnetzen möglich sind. Lediglich bei sehr schnellem Ausbau der erneuerbaren Energien führt kein Weg am Netzausbau vorbei“, betont Dr. Adolf Schweer, technischer Geschäftsführer der MITNETZ STROM. „Wünschenswert wäre allerdings, die bislang im Gesetzentwurf vorgesehenen umfangreichen Dokumentations- und Veröffentlichungspflichten der Netzbetreiber auf ein Mindestmaß zu begrenzen. Ziel sollte es sein, den bürokratischen Aufwand der Spitzenkappung so gering wie möglich zu halten.“

Pressekontakt

Stefan Buscher
Pressesprecher
Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH
T 0371 482-1744
E Stefan.Buscher@mitnetz-strom.de
I www.mitnetz-strom.de

Dr.-Ing. Henning Schuster Autor der Studie E-Bridge Consulting GmbH
T 0228 9090-6516
E hschuster@e-bridge.com
I www.e-bridge.com

Hintergrund

Die Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH (MITNETZ STROM) mit Sitz in Halle (Saale) ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM). Als größter regionaler Verteilnetzbetreiber in Ostdeutschland ist MITNETZ STROM unter anderem für Planung, Betrieb und Vermarktung des enviaM-Stromnetzes verantwortlich. Das durch die MITNETZ STROM betreute Stromverteilnetz hat eine Länge von rund 74.000 Kilometern und erstreckt sich über Teile der Bundesländer Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Die E-Bridge Consulting GmbH ist ein ausschließlich auf die Elektrizitäts- und Gasversorgung spezialisiertes Beratungsunternehmen mit den Schwerpunkten Businessberatung und Regulierungsmanagement. Das Unternehmen hat Niederlassungen in Bonn und Oosterbeek (Niederlande).
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