Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser.

2016

Pressemitteilungen 2016

Hier finden Sie alle Pressemitteilungen des Jahres 2016 nach dem Veröffentlichungsdatum geordnet.

Zustimmung der Ostdeutschen zur Energiewende rückläufig – ungerechte Kostenverteilung und politische Uneinigkeit Hauptkritikpunkte

Die Zustimmung in Ostdeutschland zur Energiewende ist weiterhin hoch. 69 % der Bürger, 70 % der Kommunen und 64 % der energieintensiven Unternehmen befürworten den Umbau der Energieversorgung. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zustimmung zur Energiewende jedoch rückläufig. Sie sank bei den Bürgern um 9 %, bei den Kommunen um 7 % und bei den energieintensiven Unternehmen um 3 %. Dies ist das Ergebnis der Studie „Energiewelt Ost“, die das Kompetenzzentrum Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge e. V. an der Universität Leipzig gemeinsam mit der envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM) zum fünften Mal durchgeführt hat.

Die Zufriedenheit in Ostdeutschland mit der Umsetzung der Energiewende lässt nach wie vor zu wünschen übrig. 65 % der Bürger, 55 % der Kommunen und 67 % der energieintensiven Unternehmen sind mit der Umsetzung unzufrieden. Bei den Haushalten ist die Unzufriedenheit gegenüber dem Vorjahr um 8 % gestiegen, bei den Kommunen gleich geblieben und bei den energieintensiven Unternehmen um 9 % gesunken. Hauptkritikpunkte sind die ungerechte Kostenverteilung und der fehlende Gleichklang von Bund und Ländern sowie Deutschland und der Europäischen Union in der Energiepolitik.

Trotz der rückläufigen Zufriedenheit ist eine knappe Mehrheit der Ostdeutschen der Meinung, dass die Energiewende gelingen wird. 50 % der Haushalte sowie 53 % der Kommunen und energieintensiven Unternehmen sind dieser Auffassung.

Zur Zukunft der Energieversorgung haben die Ostdeutschen klare Vorstellungen. Alle Befragten glauben, dass sich das Speichern von Strom aus erneuerbaren Energien durchsetzen und die intelligente Vernetzung von Stromanwendungen an Bedeutung gewinnen wird. Uneinigkeit herrscht bei der Bewertung der Elektromobilität. 69 % der Unternehmen meinen, dass das Fahren mit Strom zunehmen wird. Die Haushalte (50 %) und Kommunen (35 %) sind hier deutlich skeptischer.

„Es ist erfreulich, dass die breite Mehrheit der Ostdeutschen weiter hinter der Energiewende steht, allerdings sollte uns die rückläufige Zustimmung zu denken geben. Seit Beginn der Energiewende beklagen die Ostdeutschen die hohen Kosten und die politische Uneinigkeit. Hier herrscht akuter Handlungsbedarf“, betont Dr. Oliver Rottmann, Studienleiter und geschäftsführender Vorstand des Kompetenzzentrums.

Der enviaM-Vorstandsvorsitzende Tim Hartmann pflichtet dem bei: „Ostdeutschland ist Vorreiter bei der Energiewende. Ohne die Akzeptanz der Bürger, Unternehmen und Kommunen können wir den Wandel der Energieversorgung nicht weiter vorantreiben. Wir müssen die Sorgen der Ostdeutschen ernst nehmen, wollen wir sie als Fürsprecher der Energiewende nicht verlieren. Die enviaM-Gruppe wird sich deshalb bei Bund und Ländern dafür einsetzen, dass die genannten Probleme gelöst werden.“

Für die Studie „Energiewelt Ost“ wurde im Rahmen von telefonischen und schriftlichen Befragungen von Januar bis März 2016 die Einstellung in Ostdeutschland zur Energiewende untersucht. 1.650 Haushalte, 155 Kommunen und 45 Unternehmen der energieintensiven Industrie haben an der Befragung teilgenommen. Die komplette Studie ist im Internet abrufbar unter www.enviaM-Gruppe.de/Unternehmen/Studien.

Ansprechpartner für die Presse

Kompetenzzentrum Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge e. V. an der Universität Leipzig
Dr. Oliver Rottmann
Geschäftsführender Vorstand
Neues Augusteum, Augustusplatz 10, 04109 Leipzig
Telefon: 0341 97-33 583
E-Mail: rottmann@wifa.uni-leipzig.de

envia Mitteldeutsche Energie AG
Stefan Buscher
Pressesprecher
Chemnitztalstraße 13, 09114 Chemnitz
Telefon: 0371 482-1744
E-Mail: stefan.buscher@enviaM.de

Hintergrund

Das Kompetenzzentrum Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge e. V. an der Universität Leipzig ist ein interdisziplinäres Zentrum, das sich im Rahmen einer praxisorientierten Forschung mit Fragestellungen der öffentlichen Wirtschaftsbereiche – auch an der Schnittstelle zur Privatwirtschaft – beschäftigt. Themenschwerpunkte bilden neben den öffentlichen Finanzen vor allem die Bereiche der Daseinsvorsorge (beispielsweise Energie- und Wasserversorgung). Das Zentrum wurde 2009 gegründet und beinhaltet elf Professuren aus Ökonomie, Jurisprudenz, Politikwissenschaft, Infrastruktur, Stadtentwicklung und Pädagogik.

Die enviaM-Gruppe ist derzeit gemessen an Umsatz und Absatz der führende regionale Energiedienstleister in Ostdeutschland. Der Unternehmensverbund versorgt rund 1,4 Millionen Kunden mit Strom, Gas, Wärme und Energie-Dienstleistungen. Zur Unternehmensgruppe mit rund 3.500 Beschäftigten gehören die envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM), Chemnitz, sowie weitere Gesellschaften, an denen enviaM mehrheitlich beteiligt ist. Gemeinsam gestalten sie die Energiezukunft für Ostdeutschland. Anteilseigner der enviaM sind die RWE AG mit 58,6 Prozent und rund 650 ostdeutsche Kommunen mit 41,4 Prozent.

Einen Kommentar schreiben

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

* = Pflichtfelder. Bitte füllen Sie diese aus.

Datenschutzhinweis
Ihre persönlichen Daten werden verschlüsselt übertragen und vertraulich behandelt.

Bitte füllen Sie alle Pflichtfelder korrekt aus.

Ihr Kommentar wartet auf Freischaltung.

    Kommentarrichtlinie

    Wir freuen uns über Ihre Kommentare. Damit eine sachliche Diskussion möglich ist, beachten Sie bitte folgende Grundregeln:

    • • Gehen Sie mit anderen Nutzern so um, wie Sie selbst behandelt werden möchten.
    • • Vermeiden Sie persönliche Angriffe oder Argumente, die sich auf die Person beziehen.
    • • Beleidigungen, sexuelle Anspielungen, sexistische und rassistische Äußerungen sind untersagt.
    • • Respektieren Sie das Recht auf eigene Meinung und versuchen Sie nicht, Ihre Meinung anderen aufzuzwingen.

    Wir behalten uns vor, Beiträge zu löschen, die diesen Grundregeln widersprechen.

    Wir löschen einen Kommentar, wenn er:

    • • personenbezogene Daten wie beispielsweise Kundennummern oder Telefonnummern enthält.
    • • als Werbefläche für Webseiten, Produkte oder Dienstleistungen missbraucht wird. Dazu zählen private und kommerzielle Angebote.
    • • maschinell hinterlassen wurde.
    • • zu Gewalt gegen Personen, Institutionen oder Unternehmen aufruft.
    • • Rassismus, Hasspropaganda und/oder Pornografie enthält.
    • • Personen beleidigt und/oder herabwürdigt.
    • • Rechte Dritter und/oder das Urheberrecht verletzt.
    • • zu Demonstrationen und Kundgebungen jeglicher politischer Richtung aufruft.
    • • nicht in deutscher oder englischer Sprache verfasst ist.
    • • sich nicht auf den kommentierten Beitrag bezieht.

    Jeder Nutzer ist für die von ihm publizierten Beiträge selbst verantwortlich. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung. Allgemein gilt: Interne, vertrauliche oder geheime Informationen gehören nicht ins Netz!

    Alle von enviaM eingestellten Inhalte, sofern nicht anders gekennzeichnet, unterliegen dem Urheber-recht der enviaM AG oder ihrer Partner und dürfen nur mit vorheriger Genehmigung genutzt, veröffent-licht oder vervielfältigt werden.

    Ausschlussklausel für Haftung
    Die Kommentare zu unseren Beiträgen spiegeln allein die Meinung einzelner Leser wider. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt enviaM keinerlei Gewähr.