Thermalwasserfelder
Thermalwasserfelder liefern warmes Wasser mit Temperaturen unter 100 Grad Celsius. Dieses Thermalwasser tritt entweder durch Quellen von selbst an die Oberfläche oder wird durch Pumpen gefördert. Je nach chemischer Zusammensetzung und Anreicherung mit Mineralien und Salzen kann das warme bis heiße Wasser auch heilende Wirkung haben. Bereits seit Jahrhunderten wird es deshalb in Heilbädern für äußere Anwendungen oder für Trinkkuren eingesetzt.
Nassdampffelder
Nassdampffelder sind heißer als 100 Grad Celsius und stoßen ein Wasser-Dampf-Gemisch aus. Dieses tritt durch Risse und Spalten aus dem Boden oder sammelt sich in Mulden und Becken, wo es oft als schlammiges Wasser zu sprudeln beginnt. Ist der Druck groß, dann schießt es in Form von Geysiren aus dem Boden. Wenn Nassdampffelder nicht von selbst an die Oberfläche dringen, sondern sich in unterirdischen Lagerstätten befinden, können sie angebohrt und dadurch nutzbar gemacht werden. In Island wird Nassdampf beispielsweise als Quelle für Fernwärme genutzt, indem er mittels Rohrleitungen direkt in die Netze eingespeist wird.
Heißdampffelder
Heißdampffelder bestehen ausschließlich aus trockenem Dampf mit Temperaturen zwischen 125 und 245 Grad Celsius. Dieser heiße Dampf wird vor allem für die Stromerzeugung in Wärmekraftwerken eingesetzt. Heißdampffelder stehen derzeit an erster Stelle der geothermischen Nutzung.
Geokomprimierte Heißwassersysteme
Geokomprimierte Heißwassersysteme werden aufgrund des hohen Drucks, unter dem sie stehen, ebenfalls hauptsächlich für die Stromerzeugung genutzt. Diese Systeme treten nie von selbst an die Oberfläche, sondern müssen immer durch Bohrungen erschlossen werden. Durch das Anbohren entspannt sich der Druck und es entsteht Dampf mit Temperaturen von 150 bis 200 Grad Celsius.