Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser.

Energiewende in Europa

Energiewende in Europa

Deutscher Alleingang oder gemeinsamer Weg? Blick in andere Länder.

Grün, effizient und nachhaltig – so soll die Energieversorgung der Zukunft in Deutschland aussehen. Im Sommer 2011 stellte die damalige Bundesregierung mit einem umfangreichen Gesetzespaket die Weichen. Seitdem sind die Bemühungen die deutsche Energieversorgung grundlegend umzubauen auch in Europa unter dem Schlagwort Energiewende bekannt.

Aber welchen Weg gehen unsere Nachbarländer in Sachen Energiezukunft? Ist die Energiewende ein deutscher Alleingang oder der europäische Weg? Wie wird die Energiewende in Europa finanziert?

EU-SysFlex – Stromnetze besser überwachen und sicherer machen.

Die erneuerbaren Energien sind nicht nur in Deutschland, sondern auch in ganz Europa im Aufwind. Bis 2030 sollen 50 Prozent des Strombedarfs in der Europäischen Union (EU) durch Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und andere erneuerbare Energiequellen gedeckt werden. Um die Stromversorgung angesichts dessen auch künftig sicher zu gestalten, ist das Projekt „EU-SysFlex“ aufgelegt worden. An ihm sind 15 europäische Länder beteiligt, in denen bis 2021 erforscht wird, wie der Strom auch weiterhin zuverlässig vom Erzeuger zum Verbraucher transportiert werden kann.

MITNETZ STROM gehört in Deutschland zu den sogenannten Demonstratoren, die sich an EU-Sysflex beteiligen. Gemeinsam mit unserer Muttergesellschaft innogy, Fraunhofer-Gesellschaften und einem Softwarehersteller für Leitsysteme suchen wir nach Lösungen für eine bessere Überwachung des Netzes. Im Mittelpunkt steht das Engpassmanagement. Es greift, wenn mehr Strom aus erneuerbaren Energien in unser Netz eingespeist werden soll als aufgenommen werden kann. In diesem Fall müssen Anlagen abgeschaltet werden. Bisher verläuft dies unplanmäßig. Dies soll sich künftig ändern. Vorgesehen ist, die Daten zu Wetterprognosen mit unseren Netzdaten zu verknüpfen, um so Netzengpässe vorausschauend vorhersehen und einplanen zu können. Dies macht die Kontrolle des Netzes sehr viel einfacher und effektiver. 2020 wollen wir mit einem entsprechenden Pilottest beginnen.

So wie wir in Deutschland im Hochspannungsbereich arbeiten Netzbetreiber in Italien im Mittelspannungsbereich und in Finnland im Niederspannungsbereich an vergleichbaren Lösungen. Wir stehen mit ihnen im engen Austausch.

Elektromobilität in Europa.

Autos mit alternativen Antrieben spielen in Europa weiterhin nur eine untergeordnete Rolle. Der Absatz von Elektroautos, Hybridwagen und Fahrzeugen mit anderen alternativen Antrieben stieg 2017 in der Europäischen Union um rund 40 Prozent auf knapp 853.000 Fahrzeuge. Das macht aber nur einen Anteil von weniger als 6 Prozent des gesamten Automarktes aus. Bei reinen Elektroautos sieht es noch schlechter aus. Diese kommen lediglich auf einen Anteil von 1,4 Prozent. Im Jahr 2017 wurden in der EU mehr als 15,1 Millionen Wagen neu zugelassen, aber nur 216.000 davon waren elektrisch aufladbar oder via Brennstoffzellen betrieben.

Im reinen Elektroauto-Ranking steht Norwegen seit Jahren an der Spitze. Hier wurden 2017 insgesamt 62.313 Elektroautos zugelassen, fast 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Dies ist allerdings auf ein massives Förderprogramm zurückzuführen. Norwegen erhebt beim Autokauf hohe Steuern, die Käufern von Elektrofahrzeugen erlassen werden.

Mit 54.617 verkauften batterieelektrischen, Brennstoffzellen- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen befindet sich Deutschland im europäischen Mittelfeld. Die Zahl der zugelassenen E-Autos verdoppelte sich allerdings.

Grafik Elektromobilität in Europa
Quelle: managermagazin.de
Einen Kommentar schreiben

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

* = Pflichtfelder. Bitte füllen Sie diese aus.

Datenschutzhinweis
Ihre persönlichen Daten werden verschlüsselt übertragen und vertraulich behandelt.

Bitte füllen Sie alle Pflichtfelder korrekt aus.

Ihr Kommentar wartet auf Freischaltung.

    Kommentarrichtlinie

    Wir freuen uns über Ihre Kommentare. Damit eine sachliche Diskussion möglich ist, beachten Sie bitte folgende Grundregeln:

    • • Gehen Sie mit anderen Nutzern so um, wie Sie selbst behandelt werden möchten.
    • • Vermeiden Sie persönliche Angriffe oder Argumente, die sich auf die Person beziehen.
    • • Beleidigungen, sexuelle Anspielungen, sexistische und rassistische Äußerungen sind untersagt.
    • • Respektieren Sie das Recht auf eigene Meinung und versuchen Sie nicht, Ihre Meinung anderen aufzuzwingen.

    Wir behalten uns vor, Beiträge zu löschen, die diesen Grundregeln widersprechen.

    Wir löschen einen Kommentar, wenn er:

    • • personenbezogene Daten wie beispielsweise Kundennummern oder Telefonnummern enthält.
    • • als Werbefläche für Webseiten, Produkte oder Dienstleistungen missbraucht wird. Dazu zählen private und kommerzielle Angebote.
    • • maschinell hinterlassen wurde.
    • • zu Gewalt gegen Personen, Institutionen oder Unternehmen aufruft.
    • • Rassismus, Hasspropaganda und/oder Pornografie enthält.
    • • Personen beleidigt und/oder herabwürdigt.
    • • Rechte Dritter und/oder das Urheberrecht verletzt.
    • • zu Demonstrationen und Kundgebungen jeglicher politischer Richtung aufruft.
    • • nicht in deutscher oder englischer Sprache verfasst ist.
    • • sich nicht auf den kommentierten Beitrag bezieht.

    Jeder Nutzer ist für die von ihm publizierten Beiträge selbst verantwortlich. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung. Allgemein gilt: Interne, vertrauliche oder geheime Informationen gehören nicht ins Netz!

    Alle von enviaM eingestellten Inhalte, sofern nicht anders gekennzeichnet, unterliegen dem Urheber-recht der enviaM AG oder ihrer Partner und dürfen nur mit vorheriger Genehmigung genutzt, veröffent-licht oder vervielfältigt werden.

    Ausschlussklausel für Haftung
    Die Kommentare zu unseren Beiträgen spiegeln allein die Meinung einzelner Leser wider. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt enviaM keinerlei Gewähr.