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Glossar

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  • Arbeit

    Was ist elektrische Arbeit in der Energiewirtschaft?

    Elektrische Arbeit bezeichnet die Menge an Energie, die in einem bestimmten Zeitraum erzeugt, verbraucht oder transportiert wird. Sie wird meist in Kilowattstunden (kWh) angegeben.

    Warum ist Arbeit wichtig?

    Die verbrauchte oder erzeugte Arbeit bildet die Grundlage für Verbrauchsabrechnungen und Energiebilanzen.

    Ein Beispiel für Arbeit

    Wenn ein 1-kW-Heizgerät eine Stunde lang läuft, verbraucht es 1 Kilowattstunde Arbeit.

    FAQ elektrische Arbeit

    In welcher Einheit wird elektrische Arbeit gemessen?

    Elektrische Arbeit wird in Joule (J), Wattsekunde (Ws) oder im Alltag oft in Kilowattstunde (kWh) gemessen.

    Wie wird elektrische Arbeit berechnet?

    W = P ⋅ t (Arbeit = Leistung mal Zeit)

    Ist elektrische Arbeit dasselbe wie Leistung?

    Nein. Leistung beschreibt einen Momentanwert, elektrische Arbeit die Energiemenge über einen Zeitraum.

    Verwandte Begriffe

    • Kilowattstunde (kWh)
    • Leistung
    • Energie
    • Stromverbrauch
    • Energiemessung
  • Abwärme

    Was ist Abwärme?

    Abwärme ist Wärmeenergie, die bei technischen Prozessen, Anlagen oder Geräten entsteht und zunächst ungenutzt bleibt. 

    Warum ist Abwärme wichtig?

    Die Nutzung von Abwärme kann Energie sparen, Kosten senken und den CO₂-Ausstoß reduzieren.

    Ein Beispiel für Abwärme

    Die Abwärme eines Rechenzentrums kann genutzt werden, um Wohngebäude oder Büros zu beheizen.

    FAQ Abwärme

    Wo entsteht Abwärme?

    Abwärme entsteht zum Beispiel in Industrieanlagen, Rechenzentren, Kraftwerken oder Produktionsprozessen.

    Kann Abwärme wiederverwendet werden?

    Ja, Abwärme kann etwa für Fernwärme oder zur Beheizung von Gebäuden wiederverwendet werden.

    Ist Abwärme erneuerbare Energie?

    Nicht direkt. Die Nutzung von Abwärme trägt jedoch zu einer effizienteren Energienutzung bei.

    Verwandte Begriffe

    • Energieeffizienz
    • Fernwärme
    • Kraft-Wärme-Kopplung
    • Wärmewende
    • Industrielle Prozesse
  • ACER

    Was ist ACER?

    ACER ist die europäische Agentur für die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbehörden (Agency for the Cooperation of Energy Regulators). Sie unterstützt die Zusammenarbeit der nationalen Regulierungsbehörden und fördert transparente Energiemärkte. 

    Warum ist ACER wichtig?

    ACER trägt dazu bei, dass die europäischen Strom- und Gasmärkte fair, transparent und stabil funktionieren.

    Ein Beispiel für ACER

    ACER überwacht den europäischen Energiemarkt und unterstützt die Entwicklung gemeinsamer Marktregeln innerhalb der EU.

    FAQ ACER

    Wofür steht ACER?

    ACER steht für „Agency for the Cooperation of Energy Regulators“.

    Wo hat ACER ihren Sitz?

    ACER hat ihren Sitz In Ljubljana, Slowenien.

    Welche Aufgaben hat ACER?

    Die Agentur fördert die Zusammenarbeit der Regulierungsbehörden und unterstützt die Marktaufsicht.

    Verwandte Begriffe

    • Bundesnetzagentur
    • Energiemarkt
    • EU-Energiepolitik
    • Regulierung
    • Netzkodex
  • Ampere

    Was ist ein Ampere?

    Ampere (A) ist die Maßeinheit für die elektrische Stromstärke. Sie beschreibt, wie viel elektrischer Strom durch einen Leiter fließt. 

    Warum ist Ampere wichtig?

    Die Stromstärke ist eine zentrale Größe in der Elektrotechnik und bestimmt unter anderem die Auslegung elektrischer Geräte und Leitungen.

    Ein Beispiel für Ampere

    Eine haushaltsübliche Steckdose ist häufig mit 16 Ampere abgesichert.

    FAQ Ampere

    Was misst Ampere?

    Ampere misst die Stärke eines elektrischen Stroms.

    Was ist der Unterschied zwischen Volt und Ampere?

    Volt beschreibt die elektrische Spannung, Ampere die Stromstärke.

    Warum sind Sicherungen auf bestimmte Amperewerte ausgelegt?

    Sicherungen sind auf bestimmte Amperewerte ausgelegt, damit Leitungen vor Überlastung geschützt werden.

    Verwandte Begriffe

    • Volt
    • Watt
    • Stromstärke
    • Elektrizität
    • Leistung
  • Anreizregulierung

    Was ist Anreizregulierung?

    Die Anreizregulierung ist ein Regulierungsinstrument für Strom- und Gasnetze. Sie setzt Netzbetreibern wirtschaftliche Anreize, ihre Netze effizient zu betreiben und Kosten zu senken. 

    Warum ist Anreizregulierung wichtig?

    Die Anreizregulierung soll Verbraucher vor unnötig hohen Netzkosten schützen und gleichzeitig Investitionen in die Netzinfrastruktur ermöglichen.

    Ein Beispiel für Anreizregulierung

    Ein Netzbetreiber verbessert seine Prozesse, um Kosten einzusparen. Ein Teil dieser Effizienzgewinne kann im Unternehmen verbleiben.

    FAQ Anreizregulierung

    Wer überwacht die Anreizregulierung?

    Für die Überwachung der Anreizregulierung ist in Deutschland vor allem die Bundesnetzagentur zuständig.

    Welche Netze sind von Anreizregulierung betroffen?

    Strom- und Gasverteilnetze sind von Anreizregulierung betroffen.

    Warum ist Anreizregulierung für die Energiewende wichtig?

    Weil der Netzausbau effizient finanziert und gesteuert werden muss. 

    Verwandte Begriffe

    • Bundesnetzagentur
    • Netzentgelte
    • Regulierung
    • Stromnetz
    • Gasnetz
  • Arbeitspreis / Verbrauchspreis

    Was ist der Arbeitspreis?

    Der Arbeitspreis (auch: Verbrauchspreis) ist der Preis für die tatsächlich verbrauchte Energie. Er wird meist in Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) angegeben und fällt nur für den tatsächlichen Verbrauch an. 

    Warum ist der Arbeitspreis wichtig?

    Der Arbeitspreis macht einen wesentlichen Teil der Strom-, Gas- oder Wärmekosten aus und beeinflusst direkt die Höhe der Energierechnung. 

    Ein Beispiel für den Arbeitspreis

    Verbraucht ein Haushalt 3.000 kWh Strom pro Jahr und beträgt der Arbeitspreis 35 ct/kWh, entstehen hierfür Kosten von 1.050 Euro.

    FAQ Arbeitspreis

    Was ist der Unterschied zwischen Arbeitspreis und Grundpreis?

    Der Arbeitspreis hängt vom Verbrauch ab, der Grundpreis fällt unabhängig vom Verbrauch an.

    Woraus setzt sich der Arbeitspreis zusammen?

    Der Arbeitspreis setzt sich unter anderem aus Energiebeschaffung, Vertrieb, Netzentgelten sowie Steuern, Abgaben und Umlagen zusammen.

    Kann ich meinen Arbeitspreis beeinflussen?

    Jeder Kunde kann seinen Arbeitspreis beeinflussen. Denn durch einen geringeren Energieverbrauch sinken die verbrauchsabhängigen Kosten.

    Verwandte Begriffe

    • Grundpreis
    • Strompreis
    • Gaspreis
    • Kilowattstunde
    • Energiekosten
  • Balkonkraftwerk

    Was ist ein Balkonkraftwerk?

    Ein Balkonkraftwerk ist eine kleine Photovoltaikanlage für Wohnungen oder Häuser. Sie besteht meist aus ein bis zwei Solarmodulen sowie einem Wechselrichter und erzeugt Strom für den eigenen Haushalt.

    Warum ist ein Balkonkraftwerk wichtig?

    Balkonkraftwerke ermöglichen es auch Mietern, eigenen Solarstrom zu erzeugen, Stromkosten zu senken und die Energiewende aktiv mitzugestalten.

    Ein Beispiel für ein Balkonkraftwerk 

    Ein Haushalt installiert zwei Solarmodule am Balkon. Der erzeugte Strom versorgt tagsüber Kühlschrank, Router und andere Haushaltsgeräte.

    FAQ Balkonkraftwerk 

    Wie viel Strom erzeugt ein Balkonkraftwerk?

    Wie viel Strom ein Balkonkraftwerk erzeugt, hängt von Standort, Ausrichtung und Sonneneinstrahlung ab. Viele Anlagen erzeugen mehrere Hundert Kilowattstunden pro Jahr.

    Muss ein Balkonkraftwerk angemeldet werden?

    Ja, die Anlage muss im Marktstammdatenregister registriert werden.

    Für wen lohnt sich ein Balkonkraftwerk?

    Ein Balkonkraftwerk lohnt sich vor allem für Menschen mit einem sonnigen Balkon, einer Terrasse oder einer Hauswand.

    Verwandte Begriffe

    • Photovoltaik
    • Solarenergie
    • Eigenverbrauch
    • Wechselrichter
    • Marktstammdatenregister
  • Beschaffungskosten

    Was sind Beschaffungskosten?

    Beschaffungskosten sind die Kosten, die Energieversorgern für den Einkauf von Strom oder Gas entstehen.

    Warum sind Beschaffungskosten wichtig?

    Beschaffungskosten beeinflussen maßgeblich den Endpreis, den Kunden für Energie zahlen.

    Ein Beispiel für Beschaffungskosten

    Steigen die Strompreise an den Energiebörsen, erhöhen sich häufig die Beschaffungskosten der Energieversorger.

    FAQ Beschaffungskosten

    Wodurch entstehen Beschaffungskosten?

    Beschaffungskosten entstehen vor allem durch den Einkauf von Strom oder Gas auf Großhandelsmärkten.

    Beeinflussen Beschaffungskosten den Energiepreis?

    Ja, Beschaffungskosten sind ein wichtiger Bestandteil des Strom- und Gaspreises.

    Warum schwanken Beschaffungskosten?

    Beschaffungskosten hängen unter anderem von Angebot, Nachfrage und Marktentwicklungen ab.

    Verwandte Begriffe

    • Energiebörse
    • Strompreis
    • Gaspreis
    • Großhandel
    • Energiebeschaffung
  • Biogas/Bioerdgas/Biomethan

    Was sind Biogas, Bioerdgas und Biomethan?

    Biogas entsteht durch die Vergärung organischer Stoffe. Wird Biogas aufbereitet und auf Erdgasqualität gebracht, sprechen wir von Biomethan oder Bioerdgas. Biomethan ist ein erneuerbarer Energieträger und kann gespeichert sowie über das Gasnetz transportiert werden.

    Warum ist Biomethan wichtig?

    Biomethan kann fossile Energieträger ersetzen und trägt zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen bei.

    Ein Beispiel für Biogas

    Eine Biogasanlage verarbeitet Mais und Gülle. Das aufbereitete Biomethan wird anschließend in das Erdgasnetz eingespeist.

    FAQ Biogas/Biomethan

    Was ist der Unterschied zwischen Biogas und Biomethan?

    Biomethan ist gereinigtes und aufbereitetes Biogas.

    Kann Biomethan Erdgas ersetzen?

    Biomethan kann in vielen Anwendungen wie Erdgas genutzt werden.

    Ist Biomethan erneuerbar?

    Biomethan zählt zu den erneuerbaren Energien.

    Verwandte Begriffe

    • Erneuerbare Energien
    • Gasnetz
    • Gärrest
    • Biogasanlage
    • Klimaschutz
  • Biomasse

    Was ist Biomasse?

    Biomasse umfasst organische Stoffe pflanzlichen oder tierischen Ursprungs, die zur Energiegewinnung genutzt werden können.

    Warum ist Biomasse wichtig?

    Biomasse liefert erneuerbare Energie und kann zur Erzeugung von Strom, Wärme oder Biomethan eingesetzt werden.

    Ein Beispiel für Biomasse

    Holzpellets, Energiepflanzen oder organische Reststoffe können als Biomasse genutzt werden.

    FAQ Biomasse

    Welche Stoffe zählen zur Biomasse?

    Zur Biomasse zählen zum Beispiel Holz, Pflanzenreste oder Gülle.

    Ist Biomasse eine erneuerbare Energiequelle?

    Biomasse ist eine erneuerbare Energiequelle, sofern sie nachhaltig genutzt wird.

    Wofür wird Biomasse eingesetzt?

    Biomasse wird für Strom-, Wärme- und Kraftstofferzeugung eingesetzt.

    Verwandte Begriffe

    • Biogas
    • Biomethan
    • Erneuerbare Energien
    • Holzpellets
    • Energiewende
  • Blockheizkraftwerk (BKHW)

    Was ist ein Blockheizkraftwerk (BHKW)?

    Ein Blockheizkraftwerk erzeugt gleichzeitig Strom und Wärme in einer Anlage. Dieses Verfahren wird Kraft-Wärme-Kopplung genannt.

    Warum ist ein Blockheizkraftwerk wichtig?

    BHKWs nutzen eingesetzte Energie besonders effizient und reduzieren Energieverluste.

    Ein Beispiel für Blockheizkraftwerk 

    Ein Wohnquartier wird durch ein BHKW mit Strom und Heizwärme versorgt.

    FAQ Blockheizkraftwerk

    Wie funktioniert ein BHKW?

    Ein Motor erzeugt Strom. Die dabei entstehende Wärme wird für Heizung oder Warmwasser genutzt.

    Welche Brennstoffe können eingesetzt werden?

    Erdgas, Biomethan, Wasserstoff oder andere Energieträger können als Brennstoff für ein BHKW eingesetzt werden.

    Wo werden BHKW eingesetzt?

    BHKWs kommen in Wohngebieten, Unternehmen, Krankenhäusern oder kommunalen Einrichtungen zum Einsatz.

    Verwandte Begriffe

    • Kraft-Wärme-Kopplung
    • Stromerzeugung
    • Wärmeversorgung
    • Biomethan
    • Energiewende
  • Braunkohle

    Was ist Braunkohle?

    Braunkohle ist ein fossiler Energieträger, der über Millionen Jahre aus pflanzlichen Resten entstanden ist.

    Warum ist Braunkohle wichtig?

    Braunkohle spielte lange eine wichtige Rolle in der Stromerzeugung, verursacht jedoch vergleichsweise hohe CO₂-Emissionen.

    Ein Beispiel für Braunkohle

    Braunkohle wird in Tagebauen gefördert und in Kraftwerken zur Stromerzeugung eingesetzt.

    FAQ Braunkohle

    Ist Braunkohle erneuerbar?

    Nein, Braunkohle ist ein fossiler Energieträger.

    Warum wird über den Kohleausstieg diskutiert?

    Über den Kohleausstieg wird vor allem wegen der Auswirkungen auf Klima und Umwelt diskutiert.

    Wo wird Braunkohle eingesetzt?

    Braunkohle wird vorwiegend in Kraftwerken zur Stromerzeugung eingesetzt.

    Verwandte Begriffe

    • Kohleausstieg
    • Stromerzeugung
    • CO₂-Emissionen
    • Energiewende
    • Tagebau
  • Brennstoffzelle

    Was ist eine Brennstoffzelle?

    Eine Brennstoffzelle erzeugt Strom und Wärme durch eine elektrochemische Reaktion, meist aus Wasserstoff und Sauerstoff.

    Warum ist eine Brennstoffzelle wichtig?

    Brennstoffzellen gelten als wichtige Technologie für eine klimafreundliche Energieversorgung.

    Ein Beispiel für Brennstoffzellen

    Ein Wasserstofffahrzeug erzeugt seinen Antriebsstrom über eine Brennstoffzelle.

    FAQ Brennstoffzelle

    Benötigt eine Brennstoffzelle Wasserstoff?

    In vielen Anwendungen benötigt eine Brennstoffzelle Wasserstoff.

    Entsteht bei der Nutzung von Brennstoffzellen CO₂?

    Bei der Reaktion selbst entsteht hauptsächlich Wasser.

    Wo werden Brennstoffzellen eingesetzt?

    Brennstoffzellen werden in Fahrzeugen, Gebäuden und Industrieanlagen eingesetzt.

    Verwandte Begriffe

    • Wasserstoff
    • Elektromobilität
    • Energiewende
    • Dekarbonisierung
    • Energieeffizienz
  • Brennwerttechnik

    Was ist Brennwerttechnik?

    Brennwerttechnik nutzt zusätzlich die Wärme aus den Abgasen einer Heizung und steigert dadurch den Wirkungsgrad.

    Warum ist Brennwerttechnik wichtig?

    Brennwerttechnik hilft, Brennstoff einzusparen und Energiekosten zu senken.

    Ein Beispiel für Brennwerttechnik

    Eine moderne Gasheizung nutzt die Wärme des Wasserdampfs im Abgas, bevor dieser über den Schornstein abgeführt wird.

    FAQ Brennwerttechnik 

    Welche Vorteile hat Brennwerttechnik?

    Brennwerttechnik hat einen geringeren Energieverbrauch und eine höhere Effizienz.

    Kann Brennwerttechnik mit Gas und Öl genutzt werden?

    Brennwerttechnik kann für beide Energieträger genutzt werden.

    Ist Brennwerttechnik klimafreundlicher?

    Brennwerttechnik senkt den Brennstoffverbrauch und damit die Emissionen.

    Verwandte Begriffe

    • Heizung
    • Energieeffizienz
    • Erdgas
    • Wärmeerzeugung
    • Modernisierung
  • Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG)

    Was ist das Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG)?

    Das Bundes-Immissionsschutzgesetz regelt den Schutz von Menschen und Umwelt vor schädlichen Umwelteinwirkungen wie Luftverschmutzung, Lärm oder Erschütterungen.

    Warum ist das Bundes-Immissionsschutzgesetz wichtig?

    Das Bundes-Immissionsschutzgesetz schafft verbindliche Vorgaben für den Betrieb von Anlagen sowie den Umwelt- und Gesundheitsschutz.

    Ein Beispiel für das Bundes-Immissionsschutzgesetz

    Für den Bau einer Energieanlage kann eine Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz erforderlich sein.

    FAQ Bundes-Immissionsschutzgesetz

    Welche Bereiche regelt das Bundes-Immissionsschutzgesetz?

    Das Bundes-Immissionsschutzgesetz regelt unter anderem die Luftreinhaltung, den Lärmschutz sowie Anlagengenehmigungen.

    Wer muss das Bundes-Immissionsschutzgesetz beachten?

    Das Bundes-Immissionsschutzgesetz sollten Unternehmen, Anlagenbetreiber und Behörden beachten.

    Warum ist das Bundes-Immissionsschutzgesetz relevant für die Energiewirtschaft?

    Viele Energieanlagen unterliegen den Vorgaben des Bundes-Immissionsschutzgesetz.

    Verwandte Begriffe

    • Immissionsschutz
    • Genehmigung
    • Umweltrecht
    • Emissionen
    • Lärmschutz
  • Bundesnetzagentur

    Was ist die Bundesnetzagentur?

    Die Bundesnetzagentur ist die zentrale Regulierungsbehörde für Strom-, Gas-, Telekommunikations-, Post- und Eisenbahnmärkte in Deutschland.

    Warum ist die Bundesnetzagentur wichtig?

    Die Bundesnetzagentur sorgt für faire Wettbewerbsbedingungen, überwacht Märkte und schafft Rahmenbedingungen für eine sichere Energieversorgung.

    Ein Beispiel für die Bundesnetzagentur

    Die Bundesnetzagentur betreibt das Marktstammdatenregister und informiert über Regelungen für Balkon-Solaranlagen.

    FAQ Bundesnetzagentur

    Welche Aufgaben hat die Bundesnetzagentur?

    Die Bundesnetzagentur reguliert Netze und Märkte und überwacht gesetzliche Vorgaben.

    Warum ist die Bundesnetzagentur für Energiekunden relevant?

    Die Bundesnetzagentur schafft Transparenz und stärkt den Verbraucherschutz.

    Welche Rolle spielt die Bundesnetzagentur bei der Energiewende?

    Die Bundesnetzagentur begleitet den Ausbau und die Regulierung der Energieinfrastruktur.

    Verwandte Begriffe

    • Regulierungsbehörde
    • Energiemarkt
    • Stromnetz
    • Marktstammdatenregister
    • Energiewirtschaft
  • Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW)

    Was ist der BDEW?

    Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW) vertritt die Interessen von Unternehmen der Energie-, Gas-, Wärme-, Wasser- und Abwasserwirtschaft in Deutschland.

    Warum ist der BDEW wichtig?

    Der BDEW bringt die Positionen der Branche in politische und regulatorische Diskussionen ein und entwickelt Branchenstandards mit.

    Ein Beispiel für den BDEW

    Der BDEW veröffentlicht Handlungsempfehlungen zur Umsetzung neuer energiewirtschaftlicher Gesetze.

    FAQ BDEW

    Wen vertritt der BDEW?

    Der BDEW vertritt Unternehmen aus der Energie- und Wasserwirtschaft.

    Welche Themen bearbeitet der BDEW?

    Der BDEW kümmert sich unter anderem um Themen wie Energiewende, Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Digitalisierung.

    Ist der BDEW eine Behörde?

    Nein, der BDEW ist ein Wirtschaftsverband.

    Verwandte Begriffe

    • Energiewirtschaft
    • Branchenverband
    • Energiepolitik
    • Netzbetreiber
    • Versorgungsunternehmen
  • Carsharing

    Was ist Carsharing?

    Carsharing ist ein Mobilitätsangebot, bei dem sich mehrere Personen Fahrzeuge teilen und diese nur bei Bedarf nutzen. Statt ein eigenes Auto zu besitzen, buchen Nutzer Fahrzeuge flexibel für einen bestimmten Zeitraum.

    Warum ist Carsharing wichtig?

    Carsharing kann die Anzahl privater Fahrzeuge reduzieren, Parkflächen sparen und CO₂-Emissionen senken. Besonders in Städten ergänzt es den öffentlichen Nahverkehr sinnvoll.

    Ein Beispiel für Carsharing

    Eine Familie nutzt für den Alltag Bus und Fahrrad. Für einen Wochenendausflug bucht sie ein Carsharing-Fahrzeug und spart sich die Anschaffung eines eigenen Autos.

    FAQ Carsharing

    Ist Carsharing günstiger als ein eigenes Auto?

    Für Menschen, die nur gelegentlich Auto fahren, ist Carsharing oft günstiger als Anschaffung, Versicherung und Wartung eines eigenen Fahrzeugs.

    Welche Fahrzeuge gibt es beim Carsharing?

    Je nach Anbieter stehen Kleinwagen, Kombis, Transporter oder Elektroautos zur Verfügung.

    Ist Carsharing klimafreundlich?

    Ja, insbesondere wenn Carsharing mit Bus, Bahn oder Fahrrad kombiniert wird.

    Verwandte Begriffe

    • Elektromobilität
    • ÖPNV
    • Sharing Economy
    • Nachhaltige Mobilität
    • Ladeinfrastruktur
  • CO2-Bilanz

    Was ist eine CO₂-Bilanz?

    Eine CO₂-Bilanz erfasst die Treibhausgasemissionen, die durch Aktivitäten, Produkte, Unternehmen oder Personen verursacht werden.

    Warum ist eine CO₂-Bilanz wichtig?

    Die CO₂-Bilanz zeigt, wo Emissionen entstehen und welche Maßnahmen zur Verringerung des Klimafußabdrucks beitragen können.

    Ein Beispiel für eine CO₂-Bilanz

    Ein Unternehmen berechnet die Emissionen aus Stromverbrauch, Dienstreisen und Fuhrpark, um Klimaschutzmaßnahmen gezielt umzusetzen.

    FAQ CO₂-Bilanz

    Was wird in einer CO₂-Bilanz berücksichtigt?

    In einer CO₂-Bilanz werden zum Beispiel Energieverbrauch, Mobilität, Beschaffung oder Abfall berücksichtigt.

    Ist eine CO₂-Bilanz gesetzlich vorgeschrieben?

    Für bestimmte Unternehmen können Berichtspflichten bestehen. Viele Unternehmen erstellen die CO₂-Bilanz zusätzlich freiwillig.

    Wie lässt sich die CO₂-Bilanz verbessern?

    Die CO₂-Bilanz lässt sich durch Energieeffizienz, erneuerbare Energien und klimafreundliche Mobilität verbessern.

    Verwandte Begriffe

    • Klimaschutz
    • CO₂-Fußabdruck
    • Nachhaltigkeit
    • Emissionsminderung
    • Dekarbonisierung
  • Contracting
    Contracting meint, dass der Contractor (das ausführende Unternehmen) dem Contracting-Nehmer (Auftraggeber) jährlich bestimmte Mengen von Energie (Wärme, Kälte, Strom, Dampf, Druckluft usw.) liefert und die zugehörigen Anlagen aufstellt und betreibt. Der Kunde bezahlt dem Contractor in der Regel einen bestimmten Arbeitspreis für die gelieferte Energie zuzüglich einer festen Pauschale (Grundpreis), muss jedoch nicht selbst in die Anlagentechnik investieren.
  • Dekarbonisierung
    Die Umstellung der Energiewirtschaft zu einem niedrigeren Umsatz von Kohlenstoff wird als Dekarbonisierung bezeichnet. Langfristig wird die Schaffung einer kohlenstofffreien Wirtschaft angestrebt.
  • Datacenter
    Als Datacenter oder Rechenzentrum werden Gebäude bezeichnet, in denen die zentrale Rechentechnik und Datensicherung von Unternehmen bzw. Organisationen untergebracht sind.
  • Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)
    Die dena gilt als neutrales, ministeriumsübergreifendes Kompetenzzentrum für Energieeffizienz, regenerative Energietechnologien und innovative Energiesysteme. Sie soll als Kooperationspartner und Schnittstelle zwischen Politik und Wirtschaft arbeiten. Sie soll ferner die Bundesregierung bei der Umsetzung ihrer energiewirtschaftlichen Strategie beraten und unterstützen sowie dafür erforderliche Projekte, Kampagnen und Aktivitäten entwickeln und umsetzen.
  • Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW)
    Der Branchenverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft setzt die technischen Standards für eine sichere und zuverlässige Gas- und Wasserversorgung, stößt den Gedanken- und Informationsaustausch in den Bereichen Gas und Wasser an und begleitet durch praxisrelevante Hilfestellungen die Weiterentwicklung im Fach.
  • Dezentrale Energieversorgung
    Im Gegensatz zu zentraler Energieversorgung, dazu gehören z. B. die klassischen Kraftwerke, versteht man unter dezentraler Energieversorgung die Energiebereitstellung durch kleinere Anlagen, die über größere Gebiete verteilt sind. Solche Anlagen wie Windkraft- oder Photovoltaikanlagen sowie Blockheizkraftwerke speisen in ein öffentliches Verteilnetz ein oder dienen der Eigenversorgung.
  • Digitalisierung
    Bei der Digitalisierung werden geschäftliche und soziale Prozesse unter Einbeziehung digitaler Technologien verbessert. Zudem steht der Begriff für den digitalen Wandel in allen Lebensbereichen, welcher eng mit der steigenden Nutzung des Internets verbunden ist.
  • Drehstrom
    Bei Drehstrom oder auch Drei-Phasen-Wechselstrom werden über drei (oder vier) statt zwei Leitungen drei Wechselströme übertragen, welche zeitlich versetzt (phasenverschoben) schwingen. Im europäischen Stromversorgungsnetz ist die Frequenz dieser Schwingung (d. h. die Zahl der Schwingungen pro Sekunde) 50 Hertz.
  • Energieaudit
    Ein Energieaudit ist eine Energieberatung vor Ort durch einen fachlich ausgebildeten Experten. Seit April 2015 sind sie für Großunternehmen in Deutschland verpflichtend, um den Energieverbrauch zu reduzieren.
  • EDU / EVU
    EDU (Energiedienstleistungsunternehmen) und EVU (Energieversorgungsunternehmen) sind die Abkürzungen für Energieunternehmen. Sie beliefern Haushalte, Handel, öffentliche Einrichtungen, Gewerbe und Industrie mit Energie.
  • EEG-Umlage
    Die EEG-Umlage diente lange Zeit der Finanzierung des Ausbaus erneuerbarer Energien. Sie wurde zum 1. Juli 2022 auf null gesenkt und ist seit 2023 vollständig abgeschafft. Die Finanzierung der Förderung erneuerbarer Energien erfolgt seitdem aus dem Bundeshaushalt.
  • EEX
    Die European Energy Exchange (EEX) mit Sitz in Leipzig ist die führende europäische Energiebörse. Sie entwickelt, betreibt und vernetzt sichere, liquide und transparente Märkte für Energie- und Commodity-Produkte. An der EEX werden Kontrakte auf Strom, Kohle und Emissionsberechtigungen sowie Fracht- und Agrarprodukte gehandelt oder zum Clearing (gegenseitige Auf- und Verrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen gleichen Partnern) registriert.
  • Einspeisevergütung

    Die Einspeisevergütung ist die im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sowie im Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) festgelegte Vergütung je Kilowattstunde, die der Netzbetreiber an den Betreiber einer netzgekoppelten Anlage zahlt, die aus Solarenergie, Biomasse, Geothermie oder Windkraft erzeugten Strom ins öffentliche Netz einspeist. Die Vergütung erfolgt zuzüglich der jeweils gültigen Umsatzsteuer, sofern der Anlagenbetreiber umsatzsteuerpflichtig ist.

  • Elektromobilität
    Elektromobilität ist ein wichtiger Bestandteil der Energiewende und soll den Verkehrssektor klimafreundlicher machen. Ein ursprünglich formuliertes Ziel, eine Million Elektrofahrzeuge bis 2020 auf deutsche Straßen zu bringen, wurde 2021 erreicht. Heute liegt der Fokus auf dem weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur und steigenden Zulassungszahlen.
  • Emissionen/Emissionshandel
    Emissionen sind bei der Verbrennung fossiler Energieträger entstehende Schadstoffe und -gase, die durch Schornsteine und Abgasrohre an die Außenluft abgegeben werden und die Luft verunreinigen. Der Emissionshandel ist der Handel mit Emissionsrechten (Verschmutzungsrechten), die durch Emissionszertifikate verbrieft sind.
  • Energie
    Als Energie bezeichnet man die in einem System oder Körper gespeicherte Arbeit sowie das Vermögen, Arbeit zu verrichten oder Wärme abzugeben. Arbeit, Energie und Wärmemenge werden als physikalische Größen gleicher Art angesehen und auch in den gleichwertigen Einheiten Joule = Newtonmeter = Wattsekunde ausgedrückt.
  • Energieeffizienz

    Energieeffizienz ist das Verhältnis des Einsatzes einer bestimmten Energiemenge zu ihrem Nutzen. Je weniger Energie eingesetzt werden muss, umso energieeffizienter ist ein Produkt oder eine Dienstleistung.

    Beispiel: Eine 60-Watt-Glühbirne kann mit einer Kilowattstunde 17 Stunden lang leuchten, eine Energiesparlampe mit derselben Menge 90 Stunden.

  • Energieeinsparverordnung (EnEV)
    Die Energieeinsparverordnung (EnEV) ist nicht mehr in Kraft. Sie wurde zum 1. November 2020 durch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) ersetzt. Das GEG bündelt die Anforderungen an Energieeffizienz und den Einsatz erneuerbarer Energien in Gebäuden.
  • Energiehandel
    Energie ist weltweit ein knappes Gut, dessen Erzeugung und Handel stark von einem gesellschaftspolitischen Spannungsfeld geprägt sind. Neben langfristigen Exportverträgen und weltweiten Investitionen in Förderregionen nimmt dabei die Bedeutung des Energiemarktes weiter zu. Der Handel mit Energie spielt sich an Börsen und – im Gegensatz zu den Finanzmärkten– in hohem Maße auch außerhalb von Börsen ab. Dabei werden im Energiesektor vor allem Strom, Erdgas, Erdöl, Kraftwerkskohle und Emissionszertifikate gehandelt. Der Markt bringt Angebot und Nachfrage zusammen. Der so entstehende Marktpreis hat eine Informations- und Allokationsfunktion. Das bedeutet, die Marktpreise sorgen für die effiziente Verwendung knapper Ressourcen bzw. derjenige, der eine Ware am dringendsten benötigt, zahlt auch den höchsten Preis (Allokation).
  • Energiesparen
    Das Energiesparen umfasst diverse Maßnahmen und Aktivitäten, mit deren Hilfe der Energieverbrauch verringert werden soll.
  • Energiesteuer
    Die Energiesteuer erhebt der Staat auf Energieträger wie Kraftstoffe, Erdgas, Heizöl oder Kernbrennstoffe. Es handelt sich um eine Verbrauchsteuer und um eine indirekte Steuer.
  • Energiewende
    Nach der Atomkatastrophe in Fukushima/Japan am 11. März 2011 beschloss die deutsche Politik mehrere Gesetzespakete zum Thema Energie und damit den Ausstieg Deutschlands aus der Kernenergie bis zum Jahr 2022. Diese tiefgreifenden Veränderungen der Energielandschaft werden als Energiewende bezeichnet. Demnach soll die Energieerzeugung in Deutschland schrittweise auf regenerative Energiequellen umgestellt werden: Fossile Energieträger wie Braun- und Steinkohle, Erdöl und Erdgas sowie Atomenergie werden durch erneuerbare Energien, zum Beispiel Sonnenenergie, Wasser- und Windkraft, Bioenergie sowie Geothermie ersetzt. Darüber hinaus geht es auch um einen sparsamen Energieverbrauch und eine höhere Energieeffizienz. Bis 2030 soll Deutschland 65 % weniger Treibhausgase ausstoßen als 1990, bis 2045 soll Klimaneutralität erreicht werden. Das hat die Bundesregierung mit der Novelle des Klimaschutzgesetzes beschlossen.
  • Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)
    Das Energiewirtschaftsgesetz setzt Richtlinien der Europäischen Union (EU) in deutsches Recht um. Zweck des Gesetzes ist, die möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Erdgas zu gewährleisten. Um einen wirksamen Wettbewerb zu erreichen, schreibt das Gesetz die organisatorische, informatorische, rechnungsmäßige und gesellschafts-rechtliche Trennung des Strom- und Erdgasversorgungsnetzes von den Vertriebsaktivitäten eines Energieversorgungsunternehmens vor.
  • Erdgas L/H
    Erdgas ist ein Naturgasgemisch mit dem Hauptbestandteil Methan (CH4). Das günstige Verhältnis von Wasserstoff zu Kohlenstoff begründet die Umweltvorteile gegenüber den anderen fossilen Brennstoffen Öl und Kohle. L steht für das englische Wort low (niedrig). Dieses Erdgas hat einen Brennwert von ca. 10 kWh/m³ (im Normzustand). H steht für das englische Wort high (hoch). Dieses Erdgas hat einen Brennwert von rund 12 kWh/m³ (im Normzustand).
  • Erdöl
    Erdöl ( = Mineralöl) ist eine in der oberen Erdkruste eingelagerte brennbare Flüssigkeit, die hauptsächlich aus verschiedensten Kohlenwasserstoffen besteht. Dieser fossile Energieträger wird meist zunächst als Rohöl aus im Erdinneren gelegenen Lagerstätten gepumpt, kann aber auch z. B. aus Ölsanden oder Ölschiefer herausgelöst werden. Als Energieträger zeichnet sich Erdöl durch seine hohe Energiedichte, die gute Transportierbarkeit und die für „konventionelle“ Vorkommen niedrigen Förderkosten aus.
  • Erneuerbare Energien / Regenerative Energien
    Erneuerbare Energien, auch regenerative Energien, sind Energien aus Quellen, die sich entweder in kurzer Zeit von selbst erneuern oder deren Nutzung nicht zur Erschöpfung der Quelle beiträgt. Zu diesen Energieressourcen zählen insbesondere Wasserkraft, Windenergie, solare Strahlung (Sonnenenergie), Erdwärme (Geothermie) und die durch Gezeiten erzeugte Energie. Eine andere Quelle erneuerbarer Energien ist das energetische Potenzial (Biogas, Bioethanol, Holz u. a) der aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnenen Biomasse.
  • Erneuerbare- Energien-Gesetz (EEG)
    Das EEG soll dem Klimaschutz dienen und gehört zu einer Reihe gesetzlicher Regelungen, mit denen die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern wie Erdöl, Erdgas oder Kohle sowie Kernkraft verringert werden soll. So werden Wind-, Solar-, Wasser- und Biomasseenergie nicht nur finanziell unterstützt, sondern genießen im Stromnetz Vorrang vor Atom- oder Kohlestrom. Inzwischen sind die erneuerbaren Energien eine wichtige Säule der deutschen Stromversorgung.
  • Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG)
    Das EEWärmeG ist ein deutsches Bundesgesetz, das den Ausbau erneuerbarer Energien im Wärme- und Kältesektor bei der energetischen Gebäudeversorgung vorantreiben soll. Das Gesetz führt erstmals bundesweit eine Pflicht zur Verwendung von erneuerbaren Energien beim Neubau von Gebäuden ein. Den Bundesländern bleibt vorbehalten, das Gesetz im Falle einer energetischen Sanierung auch auf bestehende Gebäude anzuwenden.
  • Fossile Energieträger
    Fossile Energieträger sind durch geologische Prozesse in die Erdkruste eingelagert worden. Dazu gehören zum Beispiel Kohle, Erdöl und Erdgas.
  • Fahrstromtarif
    Der Fahrstromtarif bezeichnet ein Produkt, bei dem im geltenden rechtlichen Rahmen Strom für Elektrofahrzeuge günstiger als der Grundversorgungstarif des örtlichen Stromversorgers angeboten wird.
  • Fernwärme
    Unter Fernwärme versteht man Wärme, die in einer zentralenAnlage (Heizkraftwerk oder Heizwerk) erzeugt und dann mittels Warmwasser- oder Dampfrohrsystemen an einzelne Verbraucher geleitet wird.
  • Flüssiggas
    Flüssiggas ist eine Mischung aus Propan und Butan und kommt fast immer dort zum Einsatz, wo keine leitungsgebundene Erdgasversorgung zur Verfügung steht. Flüssiggas wird in Behältern wie Flaschen oder Tanks gelagert und wie Erdgas zum Heizen und zur Warmwasserbereitung, aber auch zum Grillen, Kochen, Kühlen, Beleuchten und Wäsche trocknen verwendet.
  • Glasfaser
    Eine einzelne Glasfaser ist so dick wie ein Haar. In Kabeln gebündelt sorgen sie für eine stabile Verbindung beim Surfen im Internet oder beim Telefonieren. Mit einem Glasfaseranschluss können große Datenmengen in kürzester Zeit mit einer Geschwindigkeit von bis zu 200.000 km/s übermittelt werden. Glasfaserübertragung ist die schnellste Möglichkeit, Informationen zu versenden.
  • Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD)
    Gas- und Dampfturbinenkraftwerke sind durch die Kopplung eines Gasturbinenprozesses mit einem konventionellen Dampfturbinenprozess gekennzeichnet. Dabei wird im GasturbinenprozessStrom erzeugt und dessen Abwärme in einem Abhitzekessel zur Dampferzeugung und in dem nachfolgenden Dampfturbinenprozess zur Strom- bzw. Wärmegewinnung genutzt. GuD-Anlagen haben mit bis zu 60 Prozent einen besonders hohen Wirkungsgrad.
  • Gasdruckregelanlage
    Der Ferntransport von der Förderung bis zum Abnehmer erfolgt bei Erdgas in einem Hochdrucknetz. Um die Beförderung wirtschaftlich zugestalten, wird das Erdgas in einer Gasdruckregelanlage auf bis zu 100 Bar verdichtet. Auf dem Weg vom Abnehmer bis zum Endkunden wird der Druck dann wieder auf einige Millibar Überdruck reduziert.
  • Gasspeicher
    In Gasspeichern (auch Gasometer) werden brennbare Gase wie Erdgas, Flüssiggas, Biogas oder Klärgas aufbewahrt. Erdgasspeicher stellen ein entscheidendes Element für eine zuverlässige Erdgasversorgung dar. Ihr Einsatz ermöglicht eine stabile sowie flexible Bereitstellung des umweltschonenden Energieträgers Erdgas. In Deutschland sind Erdgasspeicher mit einer Gesamtkapazität von rund 20 Milliarden Kubikmetern in Betrieb. Damit verfügt Deutschland innerhalb der EU über das größte Speichervolumen.
  • Gasturbine
    Eine Gasturbine ist einer der möglichen Antriebe in einer KWK-Anlage. Von der gesamten nutzbaren Energie sind 35 Prozent mechanische und 65 Prozent Wärmeenergie. Gasturbinen werden meist dort eingesetzt, wo viel Wärme und weniger Strom benötigt wird.
  • Gateway
    Im Gateway steckt die eigentliche „Intelligenz“ eines der intelligenten Messsysteme unter anderem für Tarifierung, Steuerung und Datensicherheit. Ein einzelnes Gateway übernimmt theoretisch für mehrere moderne Zähler genauso wie für Erdgas-, Wasser-, Heizwärmezähler und Steuereinheiten die sichere Kommunikation. Es erfüllt die hohen Anforderungen an Datenschutz und -sicherheit und ist daher durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifiziert.
  • Geothermie / Erdwärme
    Geothermie ist die im zugänglichen Teil der Erdkruste gespeicherte Wärme. Sie umfasst die in der Erde gespeicherte Energie, soweit sie entzogen und genutzt werden kann, und zählt zu den regenerativen Energien. Sie kann sowohl direkt genutzt werden, etwa zum Heizen und Kühlen (Wärmepumpenheizung), als auch bei der Erzeugung von elektrischem Strom zum Einsatz kommen. 
  • Gigawattstunde (GWh)
    Eine Gigawattstunde ist eine Einheit der Energie. Der Verbrauch an elektrischer Energie zum Beispiel in Kraftwerken wird in GWh gemessen. Umgerechnet ist eine GWh eine Million Kilowattstunden (kWh).
  • Gleichstrom
    Beim Gleichstrom handelt es sich um Strom, dessen Polarität, im Gegensatz zum Wechselstrom, gleichbleibend ist. Konstanter Gleichstrom lässt sich durch elektrochemischeElemente gewinnen. Benötigt wird Gleichstrom unter anderem zur Versorgung elektronischer Schaltungen und Geräte.
  • Grundlast
    Grundlast ist der Grundbedarf an Strom, Heizwärme, Warmwasser usw., der unabhängig von Tages- oder Jahreszeit, Witterung oder nutzungsbedingten Schwankungen weitgehend gleichbleibend in einem Versorgungsgebiet besteht.
  • Grundpreis
    Der Grundpreis beinhaltet alle Kosten am Strompreis, die verbrauchsunabhängig sind. Der Grundpreis setzt sich aus folgenden Bestandteilen zusammen:dem Grundpreis für die Netznutzung, der die Kosten für die Bereitstellung, Wartung und Instandhaltung des Stromnetzes beinhaltet, den Kosten für Messung, Messstellenbetrieb und Netzabrechnung undden verbrauchsunabhängigen Vertriebskosten. Hierzu zählen unter anderem die Kosten für die Rechnungslegung und Kundenbetreuung.
  • Grundversorgung
    Grundversorgung meint die gesetzlich gesicherte Versorgung mit Strom und Gas durch das Energieversorgungsunternehmen in einem Netzgebiet, welches die Mehrzahl der Haushaltskunden beliefert.
  • Hybridfahrzeug
    Bei einem Hybridfahrzeug werden im Motor zwei unterschiedliche Antriebe vereint. Die häufigste Verbindung kombiniert einen Elektromotor mit einem Verbrennungsmotor. So kann das Auto wahlweise elektrisch oder mit Kraftstoff fahren.
  • Hausanschluss
    Der Hausanschluss verbindet die öffentlichen Wasser-, Gas-, Strom- und Wärmenetze mit dem anzuschließenden Haus.
  • Heizwerk
    Ein Heizwerk ist eine zentrale Anlage, die im Unterschied zum Heizkraftwerk nur Wärme, jedoch keinen Strom erzeugt. Die Wärme dient der Warmwasserversorgung und Raumbeheizung. In der Regel gelangt sie über Fernwärme- oder Nahwärmenetze in die Haushalte, zu den Gewerbekunden oder Industrieanlagen.
  • Heizwert
    Der Heizwert von Brennstoffen bezieht sich auf die Wärme, welche bei vollständiger Verbrennung frei wird, ohne die im Wasserdampf der Abgase enthaltene Wärmemenge zu berücksichtigen.
  • Hochdruck
    Gasverteilernetze, über die angeschlossene Kunden mit Energie beliefert werden, umfassen die Druckstufen Hoch-, Mittel und Niederdruck. Hochdruck-Gasverteilungsleitungen dienen der Gasversorgung von Industrieunternehmen. Der Druckbereich liegt hier über 1 Bar.
  • Hochspannung
    Hochspannung bezeichnet die elektrische Spannung, die zwischen 30 und 110 Kilovolt liegt.
  • Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ)
    HGÜ ist ein Verfahren, mit dem hohe elektrische Leistung (z. B. aus einem großen Kraftwerk) verlustarm mithilfe von Kabeln über weite Strecken transportiert werden kann. Bei dieser elektrischen Energieübertragung bleibt die Spannung ständig etwa gleich, ohne dass die Richtung von Spannung und Strom wechselt.
  • Höchstspannung
    Höchstspannung bezeichnet die elektrischen Spannungen ab 150 Kilovolt, meist 220 oder 380 Kilovolt.
  • Intelligente Messsysteme
    Bis 2032 sollen die intelligenten Messsysteme flächendeckend in Haushalten und Unternehmen zum Einsatz kommen.  Intelligente Messsysteme verfügen neben einer modernen Messeinrichtung über eine Kommunikationseinheit (Smart Meter Gateway). Letztere ist der wesentliche Unterschied zur modernen Messeinrichtung. Durch die Kommunikationseinheit können wichtige Netzdaten (zum Beispiel die Spannung und Stärke des Stroms) an den verantwortlichen Netzbetreiber und Verbrauchsdaten an den zuständigen Messstellenbetreiber, Netzbetreiber oder Stromversorger übertragen werden. Der Stromkunde kann zudem auf eigenen Wunsch den Versand seiner Verbrauchsdaten an weitere Nutzer seiner Wahl vereinbaren. Die Datenübertragung erfolgt verschlüsselt über eine gesicherte Verbindung. Die Verbrauchsdaten können vom Stromkunden am Computer, Smartphone oder Laptop eingesehen werden. Die einmal jährliche Ablesung des Stromverbrauchs ist nicht mehr erforderlich.
  • Internet der Energie

    Die Energiewende führt zu einem Wandel von einer zentralen hin zu einer dezentralen Energieversorgung. Millionen von Energieverbrauchern stehen Millionen von kleinen und kleinsten Energieerzeugern gegenüber. Das Internet der Energie verknüpft beide Seiten miteinander und koppelt zudem den Strom- mit dem Wärme- und Verkehrssektor. Grundlage dafür sind die Daten von Energieerzeugern und Energieverbrauchern. Sie werden miteinander verbunden und ermöglichen so eine intelligente Steuerung der Energiesysteme.

  • IoT (Internet der Dinge/Internet of Things)
    Das Internet der Dinge (Internet of Things) vernetzt nicht nur Computer miteinander, sondern alle möglichen Objekte, sogar Menschen – oder anders, physische und virtuelle Gegenstände. Auf Basis des Internets werden Inhalte, Signale, Steuerbefehle, Zustände durch standardisierte Protokolle übergeben. Ziel ist es, diverse Informationen miteinander zu verknüpfen und nutzbar zu machen.
  • Klima- und Energiekonzept

    Das Klima- und Energiekonzept ist ein politisches Programm, bei dem der Klimaschutz und die Energiewende gemeinsam zur Einsparung von Treibhausgasemissionen betrachtet werden.

  • Kernenergie
    Als Kernenergie (auch Atomenergie oder nukleare Energie) bezeichnet man Energie, die bei nuklearen Reaktionen freigesetzt wird. Diese Technologie wird mehrheitlich zur Stromproduktion genutzt.
  • Kilowatt-Peak (kWp)
    Der kWp-Wert beschreibt die Leistung eines Solarmoduls unter folgenden optimalen Voraussetzungen: Die Temperatur liegt bei 25 Grad Celsius und die Sonneneinstrahlung bei 1.000 Watt pro Quadratmeter (Mittagsstunde in Deutschland im Sommer). Diese Peak-Leistung wird von den Herstellern auch als Nennwert bzw. Nennleistung bezeichnet, jedoch entspricht sie nicht den realen Einstrahlungsbedingungen.
  • Kilowattstunde (kWh)
    Die Kilowattstunde ist eine Einheit der Energie. Der Verbrauch an elektrischer Energie im Haushalt wird in kWh gemessen.
  • Klimaschutzziele
    Die Vereinten Nationen haben in einem Klimavertrag festgelegt, Maßnahmen umzusetzen, mit deren Hilfe die Erderwärmung zukünftig begrenzt werden soll. Um diese international vereinbarten Klimaschutzziele zu erreichen, müssen vor allem der Primärenergiebedarf gesenkt und fossile Energieträger durch CO2-ärmere Energiequellen ersetzt werden.
  • Kohle
    Kohle ist ein Sedimentgestein, das durch Druck und Luftabschluss (Inkohlung) von organischen Substanzen (Biomasse) entstand. Es wird unterschieden zwischen Braunkohle und Steinkohle. Braunkohle hat einen niedrigeren Kohlenstoffgehalt als Steinkohle, deshalb ist ihr Energieinhalt etwa halb so groß.
  • Kohlekommission
    Am 6. Juni 2018 beschloss die Bundesregierung die Einsetzung der Kommission "Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung (WSB)" - oft nur Kohlekommission genannt. Aufgabe der WSB-Kommission war es, konkrete Vorschläge für eine in die Zukunft gerichtete, nachhaltige Strukturentwicklung und damit für zukunftssichere Arbeitsplätze in den vom Strukturwandel betroffenen Braunkohleregionen zu erarbeiten. Am 26. Januar 2019 legte sie ihren Abschlussbericht vor.

    Mit dem von der Kommission vorgeschlagenen Pfad zur schrittweisen Beendigung der Kohleverstromung kann Deutschland einen entscheidenden Beitrag zur CO2-Reduktion leisten. In ihren Empfehlungen macht die Kommission zudem zahlreiche Vorschläge für konkrete Perspektiven für die Kohleregionen.
  • Kohlendioxid (CO2)
    Bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe entsteht das als Treibhausgas geltende Kohlendioxid (CO2). Es kann mit herkömmlichen Methoden nicht aus den Rauchgasen abgeschieden werden. Die Reduktion ist nur möglich durch höhere Wirkungsgrade bei der Energieerzeugung, durch Energiesparen und die Nutzung erneuerbarer Energien.
  • Konzessionsabgabe
    Strom- und Gasnetzbetreiber, die eine sogenannte Konzessionsabgabe zahlen, erkaufen sich damit das Recht, auf öffentlichem Grund Energieversorgungsleitungen zu verlegen und zu betreiben.
  • Kraft-Wärme- Kopplungsgesetz (KWKG)
    In Deutschland werden hocheffiziente KWK-Anlagen aus klimapolitischen Gründen durch das KWK-Gesetz gefördert. Das KWKG regelt unter anderem Anschluss-, Abnahme- und Vergütungspflichten sowie Zulassungen von und Zuschlagzahlungen für Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung.
  • Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)
    Von Kraft-Wärme-Kopplung spricht man, wenn in einer Anlage gleichzeitig Wärme und Strom erzeugt werden. Diese Art der Erzeugung ist besonders umweltschonend und trägt zum Klimaschutz bei. KWK ist die gleichzeitige Gewinnung von mechanischer Energie, die in der Regel unmittelbar in elektrischen Strom umgewandelt wird, und nutzbarer Wärme für Heizzwecke (Fernwärme oder Nahwärme) oder für Produktionsprozesse (Prozesswärme) in einem Heizkraftwerk. Vorteil ist der verringerte Brennstoffbedarf und Schadstoffausstoß.
  • KWK-Umlage
    Das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) regelt die Abnahme und Vergütung von Strom aus Kraftwerken mit KWK-Anlagen auf Basis von Steinkohle, Braunkohle, Erdgas, Öl oder Abfall sowie die Förderung bestimmter KWK-Anlagen, die einen gesetzlich festgeschriebenen Zuschlag auf den zwischen dem Anlagenbetreiber und dem Netzbetreiber vereinbarten Preis erhalten.
  • LNG
    LNG ist die Abkürzung für Liquefied Natural Gas. Übersetzt bedeutet das „Flüssigerdgas“, das nur etwa ein Sechshundertstel des Volumens von gasförmigem Erdgas aufweist und daher zu Lager und Transportzwecken dient. Erdgas wird verflüssigt, indem es auf etwa -160 Grad Celsius heruntergekühlt wird.
  • Ladeinfrastruktur/Ladebox/Ladesäule
    Ladesäulen bilden die Versorgungsinfrastruktur der Elektromobilität im öffentlichen Raum. Sie sind z. B. an Tankstellen oder auf Parkplätzen zu finden. Hier können Elektroautos aufgeladen werden. Kleinere mobile Ladeboxen werden häufig auf Privatparkplätzen oder Betriebsgeländen z. B. von Flottenbetreibern eingerichtet.
  • Last
    Last bedeutet, eine elektrische Energiequelle, etwa eine Batterie oder ein Stromnetz, durch einen angeschlossenen Verbraucher mit einer bestimmten Stromstärke zu belasten, d. h., es wird ein Strom dieser Stärke entnommen.
  • Leistung
    Die elektrische Leistung ist das Produkt aus Spannung und Stromstärke. Angegeben wird Leistung in Watt (W), das auf den englischen Feinmechaniker James Watt (1736–1819) zurückgeht.
  • Lichtwellenleiter (LWL)
    Lichtwellenleiter dienen der Übertragung von optischen Signalen, die über dünne Glasfasern mittels sehr kurzer Laserlichtimpulse erfolgt. 
  • Moderne Messeinrichtung
    Alle Stromkunden in Deutschland erhalten bis 2032 eine moderne Messeinrichtung. Moderne Messeinrichtungen speichern neben dem aktuellen Stromverbrauch tages-, wochen-, monats- und jahresbezogene Stromverbrauchswerte für die letzten 24 Monate. Der Stromverbrauch wird wie bisher einmal pro Jahr abgelesen. Die im Zähler gespeicherten Stromverbrauchswerte werden nicht an Dritte übertragen.
  • Megawattstunde (MWh)
    Eine Megawattstunde ist eine Einheit der Energie. Der Verbrauch an elektrischer Energie zum Beispiel in großen Anlagen für Windkraft oder Photovoltaik wird in MWh gemessen. Umgerechnet sind eine MWh 1.000 Kilowattstunden.
  • Mikro-Blockheizkraftwerk (Mikro-BHKW)
    Blockheizkraftwerke haben eine elektrische Leistung zwischen einem Kilowatt und mehreren Megawatt. Liegt die Leistung unter 10 Kilowatt, spricht man von einem Mikro-BHKW, das in Wohn- und Geschäftshäusern, Krankenhäusern, Schwimmbädern oder Betrieben zum Einsatz kommt.
  • Minutenreserve
    Minutenreserve meint die Bereitstellung von kurzfristigen Stromreserven zum Ausgleich von Schwankungen im bundesdeutschen Stromnetz nach einer Vorlaufzeit von 15 Minuten.
  • Mitteldruck

    Gasverteilernetze, über die angeschlossene Kunden mit Energie beliefert werden, umfassen die Druckstufen Hoch-, Mittel- und Niederdruck. Mitteldruck- Gasverteilungs-Leitungen dienen der Gasversorgung von Industrie- und Gewerbeunternehmen. Der Druckbereich liegt hier bis 1 Bar.

  • Mittelspannung
    Mittelspannung dient zur Energieübertragung im regionalen Bereich. Der Spannungsbereich liegt zwischen 1 und 20 Kilovolt.
  • NOVA-Prinzip
    Das NOVA-Prinzip beschreibt Netzoptimierung vor Netzverstärkung vor Netzausbau. Dies bedeutet, dass Netzbetreiber im Zuge der steigenden Stromeinspeisung aus erneuerbaren Energien ihr Netz zuerst optimieren, bevor dieses verstärkt und/oder ausgebaut wird. Die Unternehmen setzen dabei auf neue und intelligente Netztechnologien.
  • NAP 110 kV
    NAP bezeichnet den Netzausbauplan für die Hochspannungsebene (110 KV) der 110-kV-Netzbetreiber der ARGE OST. Der NAP hat zum Ziel, den Ausbaubedarf in den Hochspannungsnetzen darzustellen.
  • Nennleistung
    Die Nennleistung bezeichnet die Leistung eines Heizkessels in Kilowatt (kW). Diese Leistung ist maximal erforderlich, um den Wärmebedarf zum Beispiel eines Gebäudes für bestimmte extreme Randbedingungen zu decken: Konkret heißt das zum Beispiel durchschnittlich 20 Grad Celsius Raumtemperatur in allen beheizten Räumen.
  • Netzbetreiber
    Der Netzbetreiber ist ein Unternehmen, das Versorgungsnetze betreibt. Er ist für die Planung, den Betrieb und die Vermarktung des Netzes verantwortlich.
  • Netzdienstleistungen
    Netzdienstleistungen sind Services für Strom-, Gas-, Wasser-/ Abwasser- und Fernwärmenetze außerhalb des regulierten Verteilnetzbetriebs. Dazu zählen beispielsweise Betrieb und Instandhaltung, Planung und Bau oder technische und kaufmännische Services.
  • Netzentgelte
    Händler und Lieferanten nutzen für die Belieferung ihrer Kunden die vorhandenen Strom- und Gasnetze der Netzbetreiber. Die Netzbetreiber müssen allen Anbietern den Netzzugang gemäß Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) diskriminierungsfrei gewähren. Für diese Dienstleistung darf der Netzbetreiber Netzentgelte verlangen. Das EnWG regelt den Zugang zu den Energieversorgungsnetzen und die Grundsätze für die Bildung von Netzentgelten, die von der Bundesnetzagentur geprüft werden.
  • Netzleitstelle
    Die Netzleitstelle dient der zentralen Netz- und Lastführung von Strom-, Gas- und anderen Energieversorgungsnetzen, um die Verfügbarkeit der Netze und damit die Sicherheit der Versorgung zu gewährleisten.
  • Netzsicherheitsmanagement
    Im Rahmen des Netzsicherheitsmanagements ist es Netzbetreibern gestattet, die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien herunterzufahren, wenn eine Überlastung des Stromnetzes droht. Grundlage bilden das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG). Die Anlagenbetreiber erhalten vom Netzbetreiber für die Verringerung der Einspeiseleistung bei Vorliegen eines Netzengpasses eine Entschädigung als Ausgleich für die nicht eingespeiste Energie.
  • Niederdruck
    Gasverteilernetze, über die angeschlossene Kunden mit Energie beliefert werden, umfassen die Druckstufen Hoch-, Mittel- und Niederdruck. Niederdruck- Gasverteilungsleitungen dienen der Gasversorgung von Wohnhäusern. Der Druckbereich liegt hier bis 0,1 Bar.
  • Niederspannung
    Niederspannung bezeichnet die elektrische Spannung zwischen 42 und 500 Volt. Haushalte und kleinere Gebäude werden in der Regel mit Niederspannung über einen Vierleiter-Drehstromanschluss mit 230/400 Volt versorgt.
  • Normalladesäulen
    Normalladesäulen (AC-Ladesäulen) sind Ladesäulen, die mit Wechselstrom (engl. Alternating Current, AC) betrieben werden, aber eine höhere Spannung (400 V) und Stromstärke (bis zu 60 A) haben. In der Regel beträgt die Leistung einer AC-Ladesäule 11 kW (bei 400 V und 28 A).
  • Onshore
    Onshore, deutsch „Festland”, bezeichnet die Lage von Anlagen (meist Windparks) auf dem Festland.
  • Offshore
    Offshore, deutsch „offene See“, bezeichnet die Lage von Anlagen (meist Windparks) auf dem Meer.
  • Offshore- Haftungsumlage
    Die Offshore-Haftungsumlage ist ein Bestandteil des Strompreises für Endverbraucher. Die Umlage deckt Entschädigungszahlungen ab, die durch den verspäteten Anschluss von Offshore-Windparks an das Übertragungsnetz an Land oder durch langdauernde Netzunterbrechungen entstehen können.
  • ONTRAS
    Die ONTRAS Gastransport GmbH, eine Tochter der VNG –Verbundnetz Gas AG, ist ein überregionaler Fernleitungsnetzbetreiber im europäischen Verbundsystem. Das Unternehmen betreibt Deutschlands zweitgrößtes Hochdrucknetz mit rund 7.200 Kilometer Leitungslänge sowie rund 500 Netzkopplungspunkten.
  • Ökostrom
    Ökostrom ist Strom, welcher ausschließlich aus erneuerbaren Energien stammt. Er kann aus Wind- oder Wasserkraftwerken als auch durch Bioenergie- oder Solarstromanlagen gewonnen werden.
  • Power to Heat
    Unter der Power-to-Heat-Methode versteht man die Verwertung von Stromüberschüssen zur Erzeugung von Wärme. Beispielsweise wird überschüssige Windenergie in Wärme umgewandelt und für Heizungsanlagen und Warmwasserbereitung genutzt.
  • Photovoltaik

    Bei der Photovoltaik wird Licht durch Solarzellen in elektrischen Strom bzw. elektrische Energie umgewandelt.

  • Power to Gas
    Bei der Power-to-Gas-Technologie wird aus überschüssigem Strom aus erneuerbaren Energien Wasserstoff beziehungsweise Methan hergestellt. Dieses Gas aus erneuerbaren Energien kann direkt genutzt, weitertransportiert oder gespeichert und anschließend in den verschiedenen Anwendungsbereichen eingesetzt werden. Bei Bedarf wird es wieder verstromt.
  • Primärenergie
    Primärenergie bezeichnet die ursprüngliche Energie eines Rohstoffs wie Erdöl oder Kohle vor der Bearbeitung.
  • Primärregelleistung
    Ein Anbieter von Primärregelleistung muss die vereinbarte Leistung innerhalb von 30 Sekunden garantiert bereitstellen können, und zwar für maximal 15 Minuten ab Beginn des Regelungsvorgangs. Die Bereitstellung erfolgt automatisch anhand der mit dem Übertragungsnetzbetreiber vereinbarten Reglerkennlinie. Die Primärregelleistung stammt zum größten Teil aus Großkraftwerken verschiedener Arten.
  • Redispatch- Management
    Unter Redispatch-Management versteht man die Verlagerung von Kraftwerkseinspeisungen, um beim Auftreten von Engpässen bestimmte Leitungen im Netz zu entlasten. Es wird präventiv in der Vorausplanung angewendet. Kuratives Redispatch wird im laufenden Netzbetrieb eingesetzt, um vorhandene oder unmittelbar bevorstehende Überlastungen zu beheben. Das Redispatch-Management ist kein marktbasiertes Verfahren, weil es die durch den Engpass hervorgerufenen Preissignale nicht an die verantwortlichen Marktteilnehmer weitergibt. Das Verfahren kann temporär helfen, ist aber kein Ersatz für die grundsätzliche Behebung von dauerhaften Engpässen durch Netzausbau.
  • Regelzone
    Als Regelzone bezeichnet man einen geografisch festgelegten Verbund von Hoch- bzw. Höchstspannungsnetzen. Der zuständige Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) hält in solch einem Verbund ständig das Leistungsgleichgewicht zwischen elektrischer Erzeugung und Verbrauch aufrecht. In Deutschland gibt es vier Regelzonen, die von der TenneT TSO GmbH, 50Hertz Transmission GmbH, Amprion GmbH und Transnet BW GmbH verwaltet werden.
  • Stromliefervertrag
    Der Stromliefervertrag ist eine feste Vereinbarung zur Bereitstellung und Abnahme von elektrischer Energie. So können sich Kunden darauf verlassen, durchgehend von ihrem Energieanbieter mit Strom versorgt zu werden.
  • Schaltleitung
    Die Leitstelle eines Energieversorgers oder Netzbetreibers wird als Schaltleitung bezeichnet. Sie dient der Überwachung und Steuerung des Stromnetzes.
  • Schnellladesäule
    An Schnellladesäulen werden Elektrofahrzeuge mit Gleichstrom geladen. Hier sind 80 Prozent Ladestand in etwa 30 Minuten möglich. Liegt die Ladeleistung oberhalb von 22 kW, handelt es sich um eine Schnellladestation. Daneben existieren Schnellladestationen mit Gleichstrom und besonders hohen Ladeleistungen, etwa den 170 kW von CCS-Systemen.
  • Sektorkopplung
    Als Sektorkopplung wird die Vernetzung aller drei Sektoren der Energiewirtschaft - Strom, Wärme und Verkehr - verstanden. So können Erneuerbare Energien aus Sonne und Wind auch zur Wärmeerzeugung und für die Mobilität verwendet werden.
  • Sekundärregelleistung
    Ein Anbieter von Sekundärregelleistung muss die vereinbarte Leistung innerhalb von 30 Sekunden garantiert bereitstellen können, und zwar für maximal 5 Minuten ab Beginn des Regelungsvorgangs. Die Bereitstellung erfolgt automatisch anhand der mit dem Übertragungsnetzbetreiber vereinbarten Reglerkennlinie. Die Sekundärregelleistung stammt zum größten Teil aus Wärme- und Wasserkraftwerken.
  • Smart Grid
    Smart Grid ist die Weiterentwicklung der Stromnetze zu „intelligenten Netzen“, die das Zusammenspiel von Energieangebot und -nachfrage regeln.Möglich wird das durch ein Datennetz, das parallel zum Stromnetz entsteht und die Erzeugung, Verteilung und Speicherung von erneuerbaren und konventionellen Energien koordiniert. Diese sogenannten Smart Grids können die Energiezufuhr dezentraler Energieanlagen wie Windkraft-, Photovoltaik-, Biomasse- oder Mikro-KWK-Anlagen bedarfsgerecht steuern.
  • Smart Home
    Smart Home bezeichnet eine intelligente Haussteuerung, die Wohnungen und Häuser energieeffizienter, sicherer und komfortabler macht.
  • Smart Meter
    Smart Meter sind digitale Stromzähler mit Kommunikationsfunktion, die den Energieverbrauch transparent machen und eine bessere Steuerung des Energiesystems ermöglichen. Ihr flächendeckender Einsatz erfolgt schrittweise. Seit 2025 gelten gestaffelte Einbaupflichten für bestimmte Haushalte und Anlagen. Bis spätestens 2032 sollen sie weit verbreitet sein.
  • Smart-Meter-Rollout
    Der Gesetzgeber hat bis 2032 die schrittweise Einführung neuer Stromzähler in Deutschland für alle Stromkunden vorgeschrieben. Verbrauchsabhängig werden entweder moderne Messeinrichtungen oder intelligente Messsysteme eingeführt. Ziel ist es, den Stromkunden eine bessere Kontrolle des Stromverbrauchs zu ermöglichen. Dies soll, so erhofft sich der Gesetzgeber, dazu führen, dass sie ihr Verbrauchsverhalten ändern, effizienter mit Energie umgehen und so ihren persönlichen Beitrag zur Energiewende leisten.
  • Solarthermie
    In der Solarthermie wird die thermische Energie der Sonnenstrahlung nutzbar gemacht. Mit Hilfe von Solarkollektoren auf dem Dach wird die Sonnenwärme zur Warmwasserbereitung und Raumheizung verwendet.
  • Solarzelle
    Eine Solarzelle besteht aus verschiedenen Halbleitermaterialien, wodurch sie Strahlungsenergie (Sonnenlicht) direkt in elektrische Energie umwandelt.
  • Sonnenkollektor
    Sonnenkollektoren sind Anlagen, die Sonnenenergie aufnehmen. Die dabei entwickelte Wärme wird zur Wärmebereitung genutzt.
  • Spannung
    Elektrische Spannung entsteht durch die Trennung von positiven und negativen Ladungsträgern. Haben zwei Punkte eine unterschiedliche elektrische Ladung, so besteht zwischen diesen eine Spannung. Die Spannungsdifferenz zwischen den beiden Punkten strebt danach, sich auszugleichen. Die Spannung ist die Ursache für den elektrischen Strom.
  • Spitzenlast

    Als Spitzenlast wird die kurzzeitige hohe Nachfrage nach Strom oder Heizwärme bezeichnet. Als Gegenstück gilt die Grundlast, mit der die normale, durchschnittliche Nachfrage gemeint ist.

  • Steinkohle

    Steinkohle ist ein Sedimentgestein, das durch Druck und Luftabschluss (Inkohlung) von organischen Substanzen (Biomasse) entstand. Steinkohle besteht zum großen Teil aus Kohlenstoff und gehört zu den wichtigsten fossilen Energieträgern. Im Vergleich zu Braunkohle hat Steinkohle einen mehr als dreifach höheren Heizwert von ca. 30 Megajoule pro Kilogramm (MJ/kg).

  • Stromkennzeichnung
    Stromunternehmen sind verpflichtet, ihren Kunden auf der Rechnung aufzulisten, welchen Energiemix sie anbieten. Das sorgt für mehr Transparenz und gibt den Kunden die Möglichkeit, sich ihren Anbieter auch danach auszusuchen, welchen Energiemix er bereitstellt.
  • Stromspeicher
    Ein Stromspeicher ist ein dezentraler Batteriespeicher für erzeugte elektrische Energie zum Beispiel aus Photovoltaik.
  • Stromsteuer
    Die Stromsteuer ist eine indirekte Verbrauchssteuer. Sie fällt beim Verbrauch von Strom beim Endkunden an, wird durch den Stromversorger in Rechnung gestellt und durch diesen an das Hauptzollamt abgeführt.
  • Terawattstunde (TWh)
    Eine Terawattstunde ist eine Einheit der Energie. Der Verbrauch an elektrischer Energie zum Beispiel durch Staaten wird in TWh gemessen. Umgerechnet entspricht eine TWh einer Milliarde Kilowattstunden.
  • Technische Anschlussbedingungen (TAB)
    TAB meint die von Energieversorgern festgelegten Bedingungen und technischen Mindestanforderungen an die Auslegung und den Betrieb von Netzanschlüssen von Erzeugungsanlagen, Elektrizitätsverteilernetzen, Anlagen direkt angeschlossener Kunden sowie Verbindungs- und Direktleitungen.
  • Technische Betriebsführung
    Die technische Betriebsführung von Strom- und Erdgasnetzen umfasst deren Inspektion, Zustandsbewertung, Wartung und Instandsetzung, Schaltung und Steuerung, Überwachung, Messung und Prüfung. Dazu gehören auch ein Störungs- und Krisenmanagement mit 24-Stunden-Bereitschaft sowie Dokumentation, Analyse, Planung und Optimierung des Betriebsablaufs.
  • Thermografie
    Durch Thermografie wird bei Gebäuden die Verteilung der Wärmeabstrahlung dargestellt. Hierzu werden verschiedene Farbpaletten verwendet. Auf diese Weise werden Wärmebrücken oder Luftleckagen sichtbar gemacht. Unterschieden wird zwischen Außen- und Innenthermografie.
  • Transformatorenstation
    Zur Versorgung von Haushalten und kleineren Gebäuden wird in einer Transformatorenstation (kurz Trafostation) die elektrische Energie aus dem Mittelspannungsnetz mit einer elektrischen Spannungvon 10 bis 36 Kilovolt auf die in Niederspannungsnetzen (Ortsnetzen) verwendeten 230/400 Volt umgewandelt.
  • Treibhausgas
    Treibhausgase sind gasförmige Bestandteile der Atmosphäre, die den Treibhauseffekt verursachen. Dazu gehören Kohlendioxid, Methan, Distickstoffoxid sowie Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW).
  • Umspannwerk
    In Umspannwerken wird elektrische Energie in die für die Weiterverteilung benötigten Verteilnetzspannungen umgewandelt. Im Gegensatz zur Trafostation werden hier in der Regel Spannungen von 380, 220 oder 110 Kilovolt auf ein niedrigeres Niveau von z. B. 20 Kilovolt gebracht.
  • Umsatzsteuer

    Die Umsatzsteuer zählt zu den indirekten Steuern, da sie nicht vom Verbraucher direkt, sondern über einen Unternehmer erhoben wird. Besteuert werden Lieferungen und sonstige Leistungen gegen Entgelt, die ein Unternehmer im Rahmen seines Unternehmens im Inland ausführt. Dazu zählt auch die Lieferung von Strom und Gas. Auf deren Summe des Nettoentgelts für Beschaffung und Vertrieb, Netzentgelte sowie Strom bzw. Erdgassteuer einschließlich aller die Strom bzw. Gaslieferung betreffenden Abgaben und Umlagen werden derzeit 19 Prozent Umsatzsteuer erhoben. Das sich daraus ergebende Bruttoentgelt wird dem Verbraucher in Rechnung gestellt.

  • Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB)
    Verantwortlich für das Übertragungsnetz sind Übertragungsnetzbetreiber. In ihren Regelzonen unterhalten sie die zugehörigen technischen Anlagen, koordinieren die Ein- und Ausspeisungen und regeln die Frequenz.
  • Übertragungskapazität
    Die Übertragungskapazität von Freileitungen und Erdkabeln ist der maximale Stromfluss, der unter Einhaltung von Sicherheitsbestimmungen dauerhaft erreicht werden kann.
  • Übertragungsnetz
    Das Übertragungsnetz dient der Übertragung von elektrischer Energie über weite Entfernungen. Es besteht aus Höchstspannungsleitungen mit besonders hohem Spannungsniveau von 380 oder 220 Kilovolt und technischen Einrichtungen wie Transformatoren und Leitwarten.
  • Verkehrswende
    Der Wechsel der Mobilität zu erneuerbaren Energieträgern, bedachter Verkehrsmittelnutzung und einer Vernetzung des Verkehrs wird als Verkehrswende bezeichnet.
  • Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU)
    Der VKU vertritt die Interessen der kommunalen Wirtschaft gegenüber der Politik in den Bereichen Energie- und Wasserversorgung, Entsorgung und Umweltschutz.
  • Versorgungssicherheit
    Versorgungssicherheit meint die Fähigkeit eines Netzes, seine Versorgungsaufgabe unter vorgegebenen Bedingungen während einer bestimmten Zeitspanne zu erfüllen.
  • Verteil(er)netzbetreiber
    Der Verteilnetzbetreiber unterhält das Netz, über welches die Endverbraucher mit elektrischer Energie oder Erdgas versorgt werden. 
  • Verteilnetz
    Das Verteilnetz dient der Feinverteilung z.B. von elektrischer Energie, Erdgas oder Wärme an die einzelnen Verbraucher.
  • Volt
    Volt ist die Maßeinheit für die Spannung. Namensgeber ist der italienische Physiker Alessandro Volta (1745–1827).
  • Wärmewende
    Der Wechsel zur Nutzung erneuerbarer Energien sowie die Steigerung der Energieeffizienz im Wärmesegment wird als Wärmewende bezeichnet.
  • Wärmepumpe
    Die Wärmepumpe ist ein Heizsystem. Unter der Ausnutzung von Umgebungswärme entstehen aus 1 Kilowattstunde Strom bis zu 4 Kilowattstunden Wärme. Im Prinzip funktioniert sie wie ein umgekehrter Kühlschrank.
  • Wärmespeicher
    Wärmespeicher können die Energie von Sonnenkollektoren und Heizkesseln speichern. Damit werden sie zu Vorratskammern für thermische Energie. Sie speichern bei  Energieüberschuss Wärme und geben diese bei Wärmemangel wieder ab. So arbeiten Heizungen effizienter und günstiger.
  • Wasserkraft
    Wasserkraft ist eine regenerative Energiequelle. Genutzt wird die Energie des Wassers, die z. B. mittels Wasserrad oder Wasserturbine in mechanische Arbeit umgesetzt wird.
  • Watt
    Watt ist die Maßeinheit für Leistung. Namensgeber ist James Watt (1736–1819).
  • Wechselstrom
    Bei Wechselstrom handelt es sich um Strom, dessen Richtung (Polarität) sich periodisch ändert. Die Energieversorgung erfolgt mit Wechselstrom. Wechselstrom wird auch mit AC („Alternating Current“) abgekürzt.
  • Windkraft
    Wind gehört zu den erneuerbaren Energien, die gesetzlich gefördert werden. Bei der Windkraft wird die kinetische Energie von Wind, also die bewegten Luftmassen der Atmosphäre, technisch genutzt. Deutschland gehört zu den führenden Windenergiemärkten in Europa.
  • Zähler
    Zähler sind Geräte, die den Verbrauch von Erdgas, Wasser, Wärme oder Elektrizität messen. Für verschiedene Anwendungszwecke gibt es unterschiedliche Zähler: z. B. Wechselstromzähler, die u. a. bei Treppenhausbeleuchtungen eingesetzt werden, oder Drehstromzähler für Haushalt und Gewerbe, aber auch Lastgangzähler, die die elektrische
    Energie in Form von Leistungsmittelwerten erfassen und diese bei Bedarf per Datenfernübertragung bereitstellen.

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