Ende der Industriebrache in Friesen eingeläutet
Der Verteilnetzbetreiber MITNETZ STROM hat mit der Renaturierung der Industriebrache am Ende des Gemeindeweges im Reichenbacher Ortsteil Friesen begonnen. Der Rückbau der ursprünglich als Textilbetrieb errichten Anlage wurde gemeinsam mit der Stadt Reichenbach (Vogtland) vereinbart und ist eine Ausgleichsmaßnahme für den Neubau der fast 18 Kilometer langen Hochspannungsleitung zwischen Zwickau und Reichenbach. 2027 soll das Renaturierungsprojekt abgeschlossen sein.
Im Vorfeld der Arbeiten erfolgte eine umfassende Analyse und nun die sachgerechte Entsorgung von Altmaterialien, die in der alten Werkhalle lagern. Zudem sollen kleinere, marode Nebengebäude und der obere Teil des Schornsteins abgetragen werden. Im zweiten Schritt folgt der Abbruch der Hauptgebäude und die Renaturierung des Bodens. „Mit der Beseitigung dieses Schandflecks leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und steigern die Attraktivität des naturnahen Umfeldes der Stadt Reichenbach“, sagt Andreas Franke, zuständig für Genehmigungen und Liegenschaften bei MITNETZ STROM. „Wenn wir mit der fachgerechten Wiederherstellung des Geländes fertig sind, wird im wahrsten Sinne Gras über die Sache wachsen.“ Der Abbruch der Industrieruine in Friesen ist nicht die einzige Ausgleichsmaßnahme, die MITNETZ STROM im Rahmen des Leitungsbauvorhabens erbringt. In der Gemeinde Neumark hat der Verteilnetzbetreiber als Ausgleich bereits Baumpflanzungen geleistet.
Hintergrund: Um eine direkte Verbindung der Umspannwerke (UW) Crossen und Herlasgrün herzustellen, wurden bereits vorhandene Hochspannungsleitungen bei Zwickau und Werdau verstärkt. Zum Lückenschluss ist aber auch der Neubau einer rund 17,5 Kilometer langen 110-Kilovolt(kV)-Leitung zwischen Oberplanitz (Stadt Zwickau) und Rotschau (Reichenbach im Vogtland) nötig. Die Bauarbeiten an dieser Neubautrasse sind bereits seit Mitte 2024 im Gange. In den Ortslagen Neumark und Rotschau wird die Leitung jeweils auf mehreren hundert Metern als Erdkabel an der Wohnbebauung vorbeigeführt. Diese technische Lösung hatten die Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit dem Stromnetzbetreiber an „Runden Tischen“ erarbeitet.
Weiter im Süden soll ebenfalls eine neue Verbindung zwischen den UW Herlasgrün und Silberstraße geschaffen werden. Diese Verknüpfung nutzt auch weitgehend vorhandene Trassen zwischen Herlasgrün, Auerbach und Steinberg. Ein Neubauabschnitt soll künftig die jetzige Lücke im Hochspannungsnetz zwischen Steinberg und dem Raum Kirchberg schließen. Dieses Projekt befindet sich kurz vor dem Raumordnungsverfahren. Die über 100 Jahre alte 110-kV-Freileitung, welche die UW Silberstraße und Herlasgrün heute noch direkt verbindet, kann künftig in großen Teilen demontiert werden.
Die betreffenden Leitungsbauvorhaben sind ein wesentlicher Bestandteil des von MITNETZ STROM geplanten Netzverbundes zwischen den Hochspannungsnetzen im Landkreis Zwickau und dem Vogtlandkreis. Ziel des Netzkonzeptes von MITNETZ STROM ist es, die Versorgungssicherheit für die Region zu verbessern und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit des Hochspannungsnetzes zu erhöhen.
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Hintergrund
Die Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH (MITNETZ STROM) mit Sitz in Kabelsketal ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM). Als großer regionaler Verteilnetzbetreiber in Ostdeutschland ist MITNETZ STROM unter anderem für Planung, Betrieb und Vermarktung des enviaM-Stromnetzes verantwortlich. Das durch die MITNETZ STROM betreute Stromverteilnetz hat eine Länge von mehr als 71.000 Kilometern und erstreckt sich über Teile der Bundesländer Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.